2009/06/18

Rouven's + Katja's newest gadget

Wir haben mal wieder ein neues Spielzeug! Selbst hatte ich schon eine Weile drauf geschielt, aber das ganze für zu teuer empfunden und auch eher so um den Geburtstag rum ins Auge gefasst. Rouven hingegen konnte bei solch einem Spielzeug nicht an sich halten und musste gleich zuschlagen. Jetzt haben wir also einen Kindle (Amazon's E-Reader). Falls also jemand ein paar pdf Büchlein rumliegen hat, dann immer her damit.
Ein kurzer Erfahrungsbericht: Bücher lesen macht sich gut und auch die Batterie hält schön lange, Zeitung damit zu lesen ist hingegen eher umständlich und nicht wirklich zu empfehlen. Zum einen geht das querlesen nicht so wirklich, Bilder sind auch mangelware und einen Überblick kann man sich schon gar nicht verschaffen. Fazit: für einfaches lineares Lesen ist das Dingens super mehr sollte man damit aber auch nicht machen. Das Beste an diesem Gadget - man braucht keine Staubfänger mehr horten und hat dank fehlender Regalreihen mehr Platz!!!

2009/06/16

mal wieder Wochenende und endlich ausgelagert

Ab und an gibt es auch hier Wochenenden und wir haben mal wieder versucht nicht ganz so faul zu sein. Eingeläutet wurde das WE zünftig mit Kirmes. Wir hatten uns in Menlo Park mit Freunden verabredet (deren Tochter Rima mindestens genau so ein Wirbelwind ist wie Ella), sind aber zum Glück nicht gleich über den Rummel gebummelt, sondern erst einmal ganz schmackhaft in einem Café mit Freisitz essen gewesen. Leider konnte ich über meine Käseplatte nicht alleine herfallen, sondern hatte mehr als tatkräftige Unterstützung von Ella. Anschließend haben wir die beiden kleinen Mäuschen mit viel Zuredungskunst und vor allem hinterrennen doch noch irgendwie zum Rummel gelotst. Für mich war es ein ganz normaler Rummel, mit den üblichen Verdächtigen Teilnehmern, wie man es auch aus Homeland kennt. Rouven allerdings fand die ganzen Fahrdinger ganz schön abgewrackt. Hmmh also auf mich machten die einen normal heruntergewirtschafteten Eindruck ... Für die kleinen Mäuse war das ganze allerdings noch nicht so wirklich was, so dass wir es beim Begaffen ließen und da es auch schon relativ spät war nur noch einen ganz kurzen Stopp bei Erik, Maria und Rima zu Hause machten. Dort sind Rima und Ella natürlich gleich wild hintereinander hergelaufen, doch dann war auch gut und wir haben die totmüde Ella nach Hause befördert.
Am Samstag ging unser Tatendrang weiter, wir wollten einfach mal nach San Francisco fahren. Und zu unserer Überraschung war da ordentlich was los, denn es fand das "North Beach Jazz Festival" statt. Wir starteten am Pier und liefen ein wenig durch Italian Quarter. Als erstes kehrten wir zum Mittag essen in einem süßen kleinen Café ein und genossen Crepes. Anschließend musste Rouven noch kurz bei Tanja Nixx vorbeischauen und sich demnächst wohl auf Motivjagd begeben ... Und dann waren wir auch schon mittendrin im Trubel, alle naselang waren die Straßen abgesperrt - in einem rappelvollen Park spielten Bands auf und sowieso waren ganz viele Menschen unterwegs. Das ganze war jedenfalls so spannend zu begaffen, dass Ella bei Rouven hinten im Tragerucksack ohne Murren und Knurren ausharrte. Außerdem gab es unzählige Flohmärkte und noch mehr Musik. Zwischendrin sind auch noch eine Horde nackter Menschen inklusive Polizeieskorte an uns vorbeigeradelt, sprich ein normaler Samstag in San Francisco. Wir haben das ganze bunte Straßentreiben bestaunt und als wir so langsam fußlahm und Rouven die Kraxe zu schwer wurde, haben wir uns zurück gen Heimat aufgemacht. Zu Hause bin ich dann gleich noch mit Ella in den Pool gesprungen und somit waren alle mit diesem Samstag glücklich. Außerdem konnten wir erfolgreich Ella in ihrem Bett zum Träumen bewegen. In der Nacht zuvor hatte ich sie nachts einfach in ihr Bettchen rübergeworfen und als sie morgens aufwachte, fand sie ihr Bettchen auf einmal ganz toll und wollte nicht einmal sofort zu uns rüber und kuscheln. Wahrscheinlich half auch, dass ihr halber Zoo im Bett lag, aber auch so wird Mausi wohl langsam etwas größer und eigenständiger. Das war für uns jedenfalls Grund genug die Gunst der Stunde auszunutzen und unser kleines King Size Bettchen zumindest bis September wieder für uns zu vereinnahmen. Seit letztem Freitag schläft Mausi jetzt in ihrem Bettchen und erstaunlicherweise hat das System "mit der Zeit kommt alles von allein" funktioniert. (ehrlich gesagt habe ich daran ja immer wieder so meine Zweifel, aber Rouven würde Ella ja nie aus dem Bettchen werfen - dabei hatte er von uns allen den wenigsten Platz und Ella den meisten ...)
Unser Sonntag war dann nicht ganz so spektakulär, dennoch erholsam, zumindest für ein paar von uns. Denn Rouven hat sich beim Sporteln böse gezerrt und den Rest des Abends und wohl dann auch noch der Woche gejammert. Ella hingegen hat ihr übliches Sportprogramm der letzten Zeit an den Tag gelegt. Das sieht nämlich so aus, dass sie ganz viel (Treppen)Stufen hoch und runtergeht. Nicht nur zu Hause die Treppen zur Wohnung will sie jeden Tag alleine (die Hand muss ich ihr schon noch reichen) hoch und runtersteigen (krabbeln war gestern), sondern auch auf dem Spielplatz kann sie gut und gerne 50 Runden drehen. Stufen hoch zur Rutsche und dann wahlweise die Stufen runter oder aber die Rutsche, die sie mittlerweile auch gekonnt alleine vorwärts nimmt. Nicht mehr lange und sie flitzt auch alle Stufen selbst hoch und runter. Hinzu kommt aber auch, dass sie in letzter Zeit auch ein bißchen Höhe gewonnen hat, das hilft natürlich auch. Alles in allem ein ganz nettes Wochenende mal schauen, was wir nächstes Wochenende zusammen so anstellen können.

mal wieder Wochenende

2009/06/10

alle Kontakte sind in den Pazifik gespült, *schnief*

Grrrrh und schnüff und Doppelärger und was man noch so alles verlauten lassen kann! Denn letzte Woche habe ich mein geliebtes Nokia Handy im Klo versenkt. Anschließend war das Handy putt und selbst alle Kontakte, die sich auf der SIM Karte befanden allesamt wech. Selbstredend habe ich kein Back Up der Daten, hey wer macht den sowas??? Rouven hat mich zwar mit neuem Telefon versorgt, aber weder das Motorola noch das Sony Ericsson konnten mich trösten und meine benutzerfreundlichen Ansprüche befriedigen.
Von nun an braucht also niemand mehr Geburtstagsanrufe oder andere Anrufe meinerseits befürchten, denn nun ja, ich kenne Eure Nummern nicht!
In tiefer Trauer Katja

2009/06/07

Amerikanisierung ist in vollem Gange

Au Backe, nicht nur, dass wir sehr durstige amerikanische Autos fahren und Burger und Sodas konsumieren, mittlerweile haben wir auch einen kleinen Ami unter uns. Die Maus ist mittlerweile 1,5 Jahre ( 18 Monate) alt, das heißt auch, dass sie von nun an länger in den USA lebt, als sie in Deutschland gelebt hat. OMG


kleine und große Krümelmonster ziehen sich gerne mal in die Spielzeugkiste zurück

Long way home, part II

Letzter Roadtriptag somit standen noch einmal einige Meilen auf dem Tagesprogramm, bis wir wieder im trauten Heime waren. Morgens nahmen wir noch das kontinentale Frühstück mit, welches Ausnahmsweise ganz ok. war und schon waren wir wieder auf dem Asphalt inmitten der Berge der Sierra Nevada. Zwangsläufig machten wir den ersten Stopp am Mono Lake. Zum einen, weil der einfach schön anzuschauen ist, dank der Höhe den Wolken so nah, außerdem ragt weißer Tuffstein hie und da aus dem See. Immer wieder schönes Augenkino! Na ja und außerdem hatte Ella die Buxen voll. Rouven schaltete seinen Kleinwagen auf 4WD um und fuhr schnurrstracks via Schotterpiste an den See. Wir genossen ein wenig die Landschaft und fuhren weiter gen Yosemite Nationalpark. Auch hier stoppten wir eigentlich bloß, um Mausi ein wenig Frischluft zu gönnen, ansonsten war es uns hoch oben in den Bergen bei nur 10°C viel zu kalt und wandern ist wie bereits mehrfach beschrieben noch nicht wirklich eine Option, zumal noch viele Meilen vor uns lagen. Eisern hielt Rouven den Fuß auf dem Gaspedal und mit noch einem kurzen Frischobststopp (bei der Fahrt durchs Central Valley passiert man ja immer so viele Obstplantagen, lecker!) waren wir am Nachmittag im trauten Heim. Ella hat dann gleich erstmal alle ihre Tierchen begrüßt und durch die Wohnung geschleppt und gemeinsam haben wir anschließend unsere geliebte Familiencouch in Beschlag genommen. Der Urlaub war zu Ende, Fazit: Temperaturen des Tripps gabs von 6°C bis 45°C, wir durchquerten alle Höhen zwischen 20m unter n.N. und 3300m über n.N. ansonsten gabs viel schöne Landschaft, Wüste, wilde Sandsteinformationen, Bing Bing, Baden und natürlich viele Meilen unter unserem Pneu. Das war für die nächste Zeit wahrscheinlich erst einmal der letzte große Roadtrip. In einem Monat brechen wir ein letztes Mal zum Urlauben zu dritt auf, aber Aufgrund der Umstände und auch so, wird es dann wohl eher ein stationäres Abenteuer. Bis dahin müssen Euch die Alltagsgeschichten reichen. Urlaub olé sagen trotzdem Ella, Rouven und Katja.

Long way home, part I

Das Vegasabenteuer war vorbei und so langsam wurde es Zeit, den Kleinwagen westwärts zu steuern. Erstaunlicherweise wachten wir zwar bei gewohnt warmen Temperaturen auf, allerdings war die Sonne durch die Wolkendecke nicht zu sehen. In der Ferne sahen wir auch Regenwolken in den Bergen kleben. Ohne Umschweife machten wir uns gleich morgens in die Spur. Wir passierten also mal wieder Wüstenlandschaft und konnten uns an dem seltenen Schauspiel ergötzen, dass hier und da sogar einige Regentropfen bis auf den Boden fanden. Unterwegs waren wir vor allem so einige Stunden. Irgendwann fing Ella jedenfalls nicht nur an, ihre üblichen Liedchen zu trällern und mit dem Teddy die Kniereiter zu machen, sondern auch den Teddy immer wieder in die Gurte zu hängen und dann verlangte der Teddy, dass er "LAUS" (raus) will. Hmmmmh sollte uns das irgendetwas sagen oder zu denken geben? NEIN ganz bestimmt nicht, das Kind hat einfach nur eine blühende Phantasie ... Übrigens fing sie abends im Hotelzimmer an auch noch den Teddy in den Schrank zu sperren und dann wollte der wieder "LAUS".
Bevor wir aber im Hotel waren, passierten wir noch das Death Valley, denn spontan entschieden wir uns quer durchzufahren. Es herrschten auf jeden Fall ganz ordentliche Temperaturen um die 43°C aber im klimatisierten Wagen alles erträglich. Wir hatten wie bereits beschrieben mit dem Wetter ja auch Glück, denn es war bewölkt und kurz bevor wir den Death Valley Nationalpark verließen, regnete es sogar ein wenig. Im Nationalpark selber gab es für uns eigentlich keinen Grund anzuhalten und im entferntesten an kleine Wanderungen zu denken. Wir genossen still die Ausblicke aus dem Auto zumal Ella auch ihr kurzes Tagesschläfchen abhielt. Nach dem Nationalpark (das Death Valley liegt an seiner tiefsten Stelle 85,5m unter n.N.) schraubten wir uns gleich ordentlich die Berge wieder hoch gen Sierra Nevada und am frühen Nachmittag stellten wir den Kleinwagen in einem Best Western Motel in Bishop ab. Ella und ich gingen dann gleich ein wenig im Hotelpool plantschen. Den Rest des Abends lümmelten wir rum, denn außer vielen Motels, die Ausgangspunkt vor allem für Angler sind bietet das Städtchen nicht viel. War aber auch ok. so, denn das Hotel war ziemlich gut. Wie gewohnt zur Guten Nacht gab es BBall.

2009/06/05

Viva Las Vegas oder der Mama der gehts gut

Mit dem Mäuschen beginnt so ein Urlaubstag selbstredend in aller Frühe, denn Ella fand den herrlichen Ausblick auf den Flughafen einfach super und kündigte jedes einzelne Flugzeug mit ihrem "Lugelu" (das ist ellisch für Flugzeug, übrigens ist sie mittlerweile schon beim Lugeleug angelangt) an. Das machte uns aber nix aus, denn wir hatten uns an unserem autofreien Tag viel vorgenommen: Zirkus, Tierchen begaffen, Schwimmen, gut gehen lassen und schlemmen. Das mit dem Schlemmen hatten wir eher spontan entschieden, denn auf unserem Weg raus aus dem Hotel kamen wir samt unserer knurrenden Mägen an der Werbung für "Breakfast, Lunch, Dinner - all you can eat buffet for 29.99$" natürlich nicht spurlos vorbei. Selbstredend nahmen wir dieses Angebot mit und kehrten zum lecker Frühstücken ein. Danach konnten wir wohlgestärkt unsere Vegaserkundung beginnen. Da wir eigentlich nicht so viel laufen wollten, nahmen wir gleich den Monorail um näher ans Circus Circus Casino zu gelangen. Ab der Haltestelle waren es bei 40°C aber doch noch gefühlte einige Meilen bis zum Casino. Solange es Ella zuließ, wurde sie geschultert, den Rest der Zeit durfte sie durch Casinos rennen und irgendwann waren wir da. Leider aber immer noch viel zu früh für die erste Zirkusvorstellung. Da wir nicht ewig im Kasino warten wollten, musste das Zirkusprogramm ausfallen. Stattdessen peilten wir als nächstes die weißen Kätzchen von Siggi und Rolle im Mirage an. Natürlich alles zu Fuß. Als wir endlich total erschöpft am Mirage wildlife bla bla ankamen, waren Rouvens Füße in seinen fast niegelnagelneuen Flip Flops völlig zerschunden und er auch nur noch ein jammerndes Elend und auch ich war mittlerweile ganz schön groggy (ab und zu musste ich ja auch unseren Wildfang befördern). Zu allem Überfluß kostete das Begaffen derKätzchen und Delfine satte 15$ pro Person. Da wir mittlerweile aber so viel rumgelatscht sind, nur um Ella Tierchen zu zeigen, ließen wir uns von den Preisen nicht abhalten und nahmen die Tierchen mit. Ella haben die "Fine" (Delfine), Löwen und Tiger aber ganz doll gefallen und somit war jeglicher Schmerz vergessen. Danach machten wir uns aber schnellsten via Monorail zurück zu unserem Hotel auf und fielen über das Mittagsbuffet her. Während ich Ella anschließend ganz einfach zu ihrem Mittagsschläfchen hinlegen konnte, ging Rouven unser Spielgeld verzocken. Denn unsere Hotelbuchung beinhaltete auch ein 20$ Spielgeldguthaben. Nach nur 30min hatte Rouven das auch schon verzockt, sich beklagt, dass Spielen ganz schön öde sei und von nun an begann das Mamiverwöhnprogramm. Rouven hatte mir nämlich im Hotel Spa eine pre natale Massage spendiert. Ich ließ also die schnuffelnde Ella und den Papa zurück und machte mich auf zur Generalüberholung. Da ich noch 1h Zeit hatte bis zum Massagetermin machte ich es mir so im Spa gemütlich. Sauna und Whirlpool darf ich ja leider nicht, aber Dampfbad ging. Außerdem schmöckerte ich in den Zeitschriften und gammelte rum. Dann wurde ich von oben bis unten und von vorne bis hinten bestens durchgeknetet. Ach das war SCHÖN!!! Am besten fand ich, dass ich dank speziellen Kissens endlich mal wieder auf dem Bauch liegen konnte. Mittlerweile war Ella natürlich auch schon wieder wach und die beiden haben den Nachmittag im Kiddie Pool verbracht. Spaß hatten beide auf jeden Fall, aber irgendwann wollte Rouven Ella doch so langsam aus dem Wasser locken. Er fragte Ella, ob sie nicht mal nach der Mama gucken möchte. Aber nix da, Mama kann warten, das Wasser war viel wichtiger. Als ich dann rundumgerneralüberholt nach den Beiden am Pool schaute, hatte Rouven sie gerade endlich doch dem Wasser entzerrt und sie wieder landfein gemacht. Fix und alle lag sie da und hatte nur einen beiläufigen Blick für mich. Von der ganzen Schwimmerei hatte sie aber offensichtlich auch einen riesigen Kohldampf und sie verlangte lautstark nach "Wiener, Wiener". Das ist in sofern ein wenig peinlich, wenn man in Amiland durch ein Hotel voller Leute rennt, da im englischsprachigen Raum eigentlich bloß der Pippimatz so bezeichnet wird. Hmmmh naja vielleicht sollten wir die Würstchen in Zukunft doch nur Franks nennen ...
Auf dem Hotelzimmer warfen wir fix die Abendgarderobe über und machten uns dann schnell auf das Abendbuffet zu plündern. Ella war vom "Toffeldei" (Kartoffelbrei) begeistert und wir vor allem von den Kingcrab Beinchen. Das Tagesbuffet hat sich auf jeden Fall gelohnt und auch die feilgebotenen Desserts waren einfach zu lecker. Anschließend gab es das übliche Abendprogramm: BBall Conference Finals und LeBron hat endlich einmal wieder gewonnen. Hooray!
Fazit: Zocken ist langweilig, aber so 1-2 Tage künstliche Vegasglitzerwelt sind schon ein Abenteuer wert.

2009/06/04

Zion N.P. im zweiten Anlauf

Das Etappenziel für Mittwoch lautete Las Vegas, MGM Casino. Da wir nicht so recht wussten, wie wir eigentlich wieder gescheid gen Heimat düsen sollen, haben wir beschloßen einfach wieder über Las Vegas zurückzufahren. Und diesmal wollten wir die volle Dröhnung, sprich wir haben uns für 2 Nächte für ein Megahotel auf dem Strip entschieden. Getreu dem Motto: Wenn schon denn schon! Das Bing Bing ist uns ja egal, aber die diversen Themenhotels des Strips sind schon sehr reizvoll und das MGM hat für uns auch noch eine riesige Poollandschaft zu bieten und ein paar Raubkätzchen zum Begaffen. Doch vor die künstliche Glitzerwelt hat der liebe Gott zum Glück noch eine ordentliche und schicke Naturkulisse gepackt, die wir natürlich nicht ungesehen an uns vorbeiziehen lassen wollten. Als erstes machten wir einen ganz kurzen Stopp im Kolob Canyon. Schöne Sandsteinfelsen, aber so wirklich viel war nicht los und wandern ist halt auch noch nicht wirklich eine Option für Mausi. Also ging es weiter und dieses Mal sind wir wenigstens bis an die Eingangspforten des Zion Nationalparks gekommen. Zwar waren drinnen die wenigen Parkplätze wieder einmal alle weg, doch das störte nicht weiter, denn vorm Eingang gab es noch ausreichend. Der Shuttle Bus, der durch den Park führt, parkte auch gleich ums Eck insofern kein Problem. Den Zion N.P. darf man nämlich nicht selber befahren, sondern nur einen Shuttle nutzen. Das Shuttle System funktioniert auch sehr gut und für den Park ist es sicherlich auch besser, wenn nicht tausende Autos rummiefen. Ella gefiel shutteln auch sehr gut, denn sie konnte auf der Sitzbank stehen, sich den warmen Fahrtwind durch die offenen Fenster um die Ohren wehen lassen, Leute begaffen und ab und zu auch ein wenig Bergkulisse bestaunen. Insofern war dieser Park für uns ziemlich gut geeignet. Den ersten Stopp machten wir an der Lodge, die auch eine riesige Picknickwiese zu bieten hatte. Gut gestärkt konnten wir danach den Rest des Parks erkunden. Wir fuhren bis an die Endhaltestelle (Temple of Sinavwa = sich verengende Schlucht, links und rechts ragen beeindruckende Felswände auf und zum Schluß kann man nur noch durchs Flüßlein waten), wanderten dort ein wenig rum, ließen Mausi ein wenig durchs eisige Flüßlein waten, doch dann war langsam Schicht im Schacht. Nicht nur, dass Ella rapide abbaute, auch wir hatten nicht mehr wirklich Lust Ella weiter gegen ihren Willen durch die Schlucht zu schleppen. (denn sie will ja immer laufen, leider am liebsten ins Wasser oder eben immer genau die andere Richtung ...). Wir fuhren mit dem Shuttle zurück, genossen aus dem Busfenster das Naturschauspiel und nehmen uns große Wanderungen und Flußdurchwatungen (denn das hatte mir bei meinem letzten Besuch in diesem N.P. riesigen Spaß gemacht) für in ein paar Jährchen vor.
Ella war so fix und alle, dass sie sogar schon im Shuttle Bus eingedöst ist und wir sie sogar einmal geschafft haben in diesem Zustand ins Auto umzufrachten. Den Rest des Tages schruppten wir die restlichen Meilen nach Vegas und am späten Nachmittag waren wir dann endlich im MGM. Das erste Hotelzimmer, das sie uns gaben, stank unerträglich nach Rauch, so dass wir auf der Türschwelle wieder kehrt machten. Das ganze ist insofern ärgerlich, da das Hotel ja so riesig ist und wir eine ganze Weile brauchten, bis wir dann endlich in einem wohlriechenden Zimmer im 23. Stock aufschlagen konnten. Irgendwann war es aber so weit, für einen Sprung in den Hotelpool für unser Mäuschen mittlerweile doch schon zu spät, aber macht ja nix, wir hatten ja noch einen ganzen Tag vor uns. Wie immer in diesem Urlaub gab es zum Tagesausklang BBall Playoffs.
PS: seit Zion Nationalpark hat sich auch unser Jahrespass für die Nationalparks amortisiert. Von nun an ist jeder weitere Nationalpark qusi for free und für uns noch ein Grund mehr noch viel viel mehr Parks mitzunehmen.

2009/06/02

hoch oben im Bryce Canyon

Ebenso wie am Tag zuvor stand auch für diesen Tag der Besuch eines Nationalparks auf dem Wunschzettel. Diesmal mussten wir zum Glück nicht mit Millionen anderen um Eintritt bitten, sondern konnten gemütlich via eigenes Auto den Bryce Canyon Nationalpark erkunden. Für den Hinweg hatte sich Rouven mal wieder eine schöne Route durch die Berge ausgesucht. Da der Bryce Canyon selbst auch schon zwischen 2400m und 2700m gelegen ist, ging es bereits vorher ordentlich bergan. An der höchsten Stelle waren wir definitiv über 3000m. (muss da nochmal bei Rouven nachforschen, denn der kann sich alle Zahlen merken)
Auf irgendeinem Pass haben wir für die Maus auch noch einen kurzen Aklimatisierungsstopp gemacht, der so aussieht, dass sie fröhlich ihrem Ball hinterrennt. Im Bryce Canyon angekommen war das Wetter noch relativ sonnig, somit trotz Höhe relativ warm und wir guter Dinge. Nach einem kurzen Mittagssnack machten wir uns auf die von der Erosion wunderschön geformten Sandsteinformationen zu bewunden. Definitiv ein Augenschmauß, allerdings aufgrund der hohen Klippen mal wieder nicht wirklich Kleinkindtauglich. Denn Ella wollte natürlich wie immer Laufen und konnte gar nicht verstehen, warum wir sie nicht an die Felskante ließen. Nichts desto trotz war die Kulisse atemberaubend, allerdings rückten so langsam auch einige Regenfronten deutlich am Horizont sichtbar an. Wir schauten uns noch an 2 anderen Orten im Nationalpark um, doch so langsam ohne Sonne wurde es dann doch etwas zu frisch und Ella bändigen war auch nicht wirklich leicht. Deshalb traten wir den Rückzug an, diesmal über eine andere Route durchs Gebirg, es ging noch höher hinaus, war aber wieder wunderschön. Zurück im Hotel gabs dann endlich Freigang für Ella und einen weiteren Besuch im Hotelpool.
Abends gabs gewohnt ein Basketballspielchen zu bewundern. Ella hat zusammen mit mir "Bon" (LeBron) angefeuert, war auf jeden Fall spannend bis zur letzten Sekunde, aber irgendwie scheint er das nicht gehört zu haben, denn die Cavs haben verloren.
Zusammenfassend mal wieder ein wunderschöner Nationalpark, allerdings müssen wir uns in Zukunft wohl doch etwas anderes überlegen, denn kleinkindfreundlich ist das alles nicht so wirklich.

2009/05/31

voll und vergessen

Eine weitere erholsame Nacht Dank Suite lag hinter uns. Da wir aber viel vorhatten wurden flugs alle Sachen zusammengeräumt und schon hatten wir wieder Asphalt unterm Pneu. Hmmmh in Nachhinein hat sich herausgestellt, dass wir leider nicht alle Sachen beisammen hatten. Ellas Schlafschnuller der noch irgendwo im Bettgewühl rumlag war ja noch zu verkraften, aber wir trauern sehr um unseren Airport Extreme Adapter (*doppelschnüff*). Auf unsere Nachfrage hat sich das Hotel auch nie wieder gemeldet, drum heißt es abschreiben, vergessen und abhaken und einfach weiter urlauben als wenn nix wäre. Zügig rollten wir nach Utah und standen bald auch schon fast vorm Zion Nationalpark. Leider waren wir an diesem freien Memorial Day Montag nicht die einzigen Gäste des Nationalparks. Zwar konnte man weit vorm Park irgendwo noch einen Parkplatz für das Auto finden und den Shuttle Bus in den Park nutzen, doch irgendwie schien uns das nicht die gemütlichste Variante zu sein. Denn uns mit tausenden anderen Menschen in einen Bus reinquetschen und durch den Park kutschieren lassen, war nicht ganz das, was wir uns unter einem gemütlichen, entspannten Urlaub vorstellten. Darum ließen wir den Nationalpark Park sein und genoßen an einem gemütlichen kleinen Café mit Rasen und Picknickbänken einen riesigen und leckeren Becher Mangoeis. Genug Auslauf gab es für Ella auch und so konnten wir gestärkt und entspannt weiter nach Cedar City zum Hotel fahren. Dort sprangen wir gleich in den Hotelpool, somit war der Tag für Ella mal wieder ein voller Erfolg. Anschließend bummelten wir ein wenig durch die wenig aufregende Stadt, im Walmart hat Ella eine neue Truckerkappe abgestaubt, mehr gabs eigentlich wirklich nicht zu tun. Dinner gabs beim Chinesen und wie immer war die Maus eigentlich nicht im Hochstuhl zu halten. Das Restaurant war fast leer also ließen wir Ella rumstreunern, das Mädel vom Nachbartisch war nicht ganz so kommunikativ, aber zum Glück spielten im Nachbarraum 2 kleine chinesische Jungs, die Ella einluden, doch reinzukommen. So doll schüchtern ist sie zwar nicht mehr, aber noch ein bißchen. Deshalb stand sie vor den Jungs, hat denen irgendetwas auf deutsch erzählt und die ihr etwas auf englisch. Alle waren beschäftigt und wir konnten in Ruhe zu Abend essen. Dann wurde es auch schon Zeit zurück ins Hotel zu gehen, denn Kobe spielte mit den LA Lakers gegen die Denver Nuggets ein weiteres Conference Final Basketballspiel. UND!!! Nicht nur, dass Ella jetzt richtig zwischen Baseball und Basketball unterscheiden kann, sie hat sich mit uns aufs Bett gesetzt und lautstark "Kobe, Kobe, Kobe" angefeuert. Aufgeschnappt hatte sie das natürlich von mir 2 Tage zuvor beim letzten Spiel, aber viel beeindruckender fanden wir, dass sie es an der richtigen Stelle eingesetzt hat :-) Die Lakers haben gewonnen, also alles gut.
Auf der Autofahrt hatte uns Ella übrigens auch noch eine andere neue Fähigkeit vorgeführt, denn sie hat während der Fahrt mit ihrem Teddy 'Hoppa, hoppa Reiter' gespielt und erstaunlicherweise die meisten Zeilen dieses Kniereiters hinbekommen. Natürlich noch nicht perfekt, aber sie kommt dem Original sehr nahe. Irgendwann müssen wir das mal aufnehmen. Nicht nur das, auch fängt sie jetzt an ihre Lieblingslieder zu singen. Diese funktionieren auch schon erstaunlich gut. Einfach total lustig mitzuerleben, wie sie im Auto sitzt und vor sich hinsingt oder mit dem Teddy die Kniereiter macht.

2009/05/25

Ein Tag am See

In der Suite haben wir allesamt gut geschlafen und konnten ausgeruht neue Abenteuer in Angriff nehmen. Der Maus haben wir nur gesagt, dass wir jetzt baden fahren und schon war sie vollkommen aus dem Häuschen. Ihre Badebuxen hätte sie am liebsten gleich angezogen, aber ein paar Meilchen sind es dann doch noch bis zum Lake Mead. Dort waren wir erst einmal auf der Suche nach einem einsamen gemütlichen Plätzchen nur für uns alleine, dies endete aber in einer wilden Fahrt nicht nur über eine Schotterpiste, sondern auch durch feinsten weißen Kieselsand. 4W Drive und auch Rouvens fahrerischen Talents sei Dank sind wir da unbeschadet durch und auch wieder rausgekommen, nur der Kleinwagen war anschließend von oben bis unten von einer zentimeterdicken Sandstaubschicht bedeckt. Das einsame Plätzchen war dann aber doch nicht so einsam und zu allem übel auch noch ziemlich zugemüllt. Der tote Fisch, den Rouven erblickte gab ihm dann noch den Rest und aller Protest half nix (Ella wollte doch baden ...) wir sind zu einem offiziellen Strand gefahren. Praktischerweise konnte man am offiziellen Strand, dem Boulder Beach fast am Wasserrand parken. Voll war es natürlich auch, denn es war ja das Memorial Day weekend. Das Wasser war aber trotzdem schön warm und nass und genug zum gaffen gab es dafür auch: badende Hunde, viele Menschen und neben uns eine ganz illustre multikulti Truppe (sehr liberale Zusammensetzung - Mutti mit Kindern, Walfrauen, Typen mit Iro, kahlgeschorene Lesben und noch so Stinovolk). Das mit dem warmen Wasser muss man vielleicht etwas relativieren, denn wenn man bei 38°C ins Wasser geht, dann ist es erst einmal schon etwas kühl. Zu lustig ist dabei unsere Wasserratte. Schnurrstracks rennt sie natürlich aufs Wasser zu, geht rein, japst nach Luft und sagt "kalt, kalt, kalt", das hindert sie aber nicht daran zielstrebig und eisern weiter ins Wasser zu watscheln. Baden war für Ella wieder das Größte, an Land konnten wir sie eigentlich nicht halten, denn sie ist immer wieder zum und ins Wasser gerannt. (grrrh) Da diese ganzen Aktionen auch immer recht anstrengend sind, habe ich erst gar nicht auf Rouvens Gejammer gewartet, sondern freiwillig beim ersten Aufbruchbegehren zugestimmt. Den Hoover Dam ließen wir lieber aus, denn mittlerweile war ein ordentlicher Stau aus Richtung Las Vegas gen Hoover Dam. Wir düsten zurück und nutzten die Gunst der Stunde, da Ella sogar mal schlief und fuhren noch den Strip ab, um die Kasinos zu begaffen. Anschließend gabs Abkühlung in einem indoor Outlet Center nicht nur wegen der Air Condition, sondern auch wegen dem leckeren Eis, dass wir verdrückt haben. Gemütlich ließen wir den Tag mit Basketballplayoffs ausklingen. (leider hat LeBron verloren :-( )

2009/05/24

und los gehts, Urlaub wir kommen

Natürlich gibt es keinen Urlaub ohne gepackte Koffer und das war eine ganz schöne Herausforderung mit so einem kleinen Schurken wie Ella an der Seite. Rouven war Freitags nochmal fleißig schuften und Ella und ich verbrachten den Tag mit Packen. Sobald der Koffer da stand musste der erst einmal ausgiebig beklettert werden. Sachen reinlegen ist auch ein eher kurzweiliger Zustand, denn genauso schnell hat Ella die auch alle wieder rausgeworfen. Irgendwie haben wir es aber dennoch geschafft und zum Nachmittag war Rouven auch schon ausgearbeitet und wir konnten den Kleinwagen starten. Die ersten Meilen stauten wir uns so langsam gen Süden, denn vor einem langen Wochenende (Montag ist Memorial Day) sind wir nicht die einzigen auf der Straße. Zum Glück hatten wir genug Trauben und Cracker mit, um Ella den Stau schmackhaft zu machen. Ein paar Meilen klappte auch das Malen noch und dann wollte sie wirklich langsam "LAUS, LAUFEN!!!". Also gönnten wir ihr ein wenig Auslauf, schruppten danach weitere Meilen und die letzte halbe Stunde (so ab 21:30 Uhr) hat sie sogar geschlafen. In Bakersfield steuerten wir ein günstiges Motel an und naja so wirklich gut hat keiner von uns geschlafen. Außer uns hat nämlich noch ein Blutsauger das Zimmer bewohnt und Rouven hat es einfach nicht geschafft die Mücke zu erledigen. Übel angezapft wurde natürlich nur ich die ganze Nacht. Das Gesumse macht mich sowieso verrückt, außerdem dröhnten die Wasserrohre lautstark, vor der Türe lärmte ständig ein Generator, der Lärm des Highways war allgegenwärtig und es war sehr heiß. Irgendwann war die Nacht überstanden und wir mussten weitere viele Meilen schrubben. Es ging durch die Mojawe Wüste (für die Spaceshuttle Landung waren wir leider einen Tag zu früh dran). Die Wüste hat einen ganz eigenen Charme mit ihren Joshua Trees und den Gesteinsformen die man in dieser Hochebene so zu sehen bekommt. Zum Nachmittag waren wir endlich in Las Vegas und konnten die Maus fürs erste von der Autofahrerei erlösen. Abkühlung (Außentemperatur um die 40°C) gab es dann gleich im Hotelpool und wie immer hatte Ella einen Riesenspaß. Anschließend machten wir den Strip noch ein wenig unsicher. Vor allem natürlich Ella, denn die will ja partout nicht getragen werden, sondern muss immer "LAUFEN!". Abwechselnd sind Rouven und ich ihr durch die Menschenmassen hintergejagt und haben sie versucht halbwegs in die Richtung zu leiten, in die wir wollten. Vor allem die Zockerhallen mit ihren vielen Lichtern und Bing Bings sind soooo faszinierend für Ella. Außerdem haben wir noch das Fontänen-Musikschauspiel des Bellagio bewundert und einen fetten Burger im Planet Hollywood verdrückt. Ein ganz schön anstrengender Tag und todmüde ist die Maus Abends ins Bettchen gefallen. Nicht minder müde waren natürlich Rouven und ich und trotz Hitze haben wir alle seelig geschlafen.

ja wo sind sie denn?

hier der Geo-Tracker für unseren Maitripp


Urlaub Mai 2009 auf einer größeren Karte anzeigen

2009/05/22

wir sind dann mal weg

und zwar die ganze nächste Woche lang. Weil es uns hier noch nicht warm genug ist, machen wir uns erst einmal in die Wüste auf, dann wollen wir noch ein paar Dollar in Vegas verzocken und anschließend Nationalparks erkunden.
Urlaub olé sagen Ella, Rouven, Katja (samt BamBam)

2009/05/19

Wochenend und Sonnenschein

Das Wochenende wartete mit Temperaturen jenseits der 30°C auf, deshalb gab es nur ein Ziel für uns den Pazifik. Wir machten vorher noch einen klitzekleinen Schlenker über den IKEA in Palo Alto, um Ella mit einem "Bürostuhl" zu versorgen, jetzt da sie immer malen möchte. Rekordverdächtig waren wir schon nach 20min (wenn die Schlange an der Kasse nicht so lange gewesen wäre, dann wären wir noch schneller gewesen!!!) und ohne Hot Dogs wieder draußen und haben nicht einmal 15$ ausgegeben :-)
Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die es ans Meer zog und fanden in Half Moon Bay nicht einmal einen Parkplatz. Ein wenig weiter südlich in Pescadero gab es aber einen ganz netten Strand an dem auch noch ein Plätzchen für unseren Kleinwagen aufzutreiben war. Während in Redwood City fast 40°C herrschten, war es am Pazifik fast 20°C kälter. Nichts desto trotz aber sehr schön und sonnig. Rouven hat es sogar eine ganze Stunde ohne Jammern ausgehalten, so dass Ella fröhlich buddeln konnte und ich meinem Dasein als gestrandeter Wal fröhnen konnte. Die nächste Stunde ignorierten wir noch das Jammern und dann machten wir uns auch wieder auf gen Heimat. Zu meinem Leid erkundet Rouven immer wieder gerne und erfolgreich neue kleine Wege zurück über die Berge gen Zuhause. Die Strecken sind zwar alle äußerst pitoresk und idyllisch von Redwoods gesäumt, aber für meinen Magen immer viel zu kurvig.
Den Sonntag brüteten wir ganz gemütlich in Redwood Shores vor uns hin. Abkühlung und Badespaß gab es aber noch für Ella und mich, denn wir zogen unsere Bahnen durch den Swimming Pool unserer Appartementanlage. Bei der Hitze eine wirklich tolle Sache außerdem konnte Ella ihren totschicken Bademantel ausführen. Zum Abend gabs noch ein Jubiläumsmahl, leider nicht im Restaurant, weil die Maus schon zu fertig war, aber gemundet hat es trotzdem.
Wochenend und Sonnenschein

Ella geht durch die Hundeschule

Auf den Hund gekommen ist Ella ja schon lange, aber dass sie durch die Hundeschule geht ist neu. Letzte Woche im Park trafen wir wieder einmal Emma eine portugiesische Wasserhündin. (genau, wie State Dog No. 1 Bo) Emma ist eifrig Bällen hintergejagt und das findet Ella natürlich so spannend, dass sie sich das aus nächster Nähe anschauen muss. Natürlich findet sie auch den Hund ganz toll, aber so sicher bin ich mir nicht, ob sie nicht vielleicht doch eher an dem Ball interessiert ist, mit dem Emma gespielt hat.
Emma ist aber nicht nur eine ganz liebe Hündin, sondern auch sehr gut trainiert. Zu Ellas Freude hat Emmas Herrchen dann Emma verschiedene Kommandos vorführen lassen. Unter anderem "jump", "sit", "spin", "roll around", "down". Ella stand nicht nur staunend vor Emma, sondern hat fleißig mitgemacht. Da Ella ja ein kleiner Papagei ist, hat sie immer fleißig mitgerufen, "jump" usw. (roll around war ein bißchen schwierig) am lustigsten war aber, dass sie auch versucht hat mitzuspringen und sich auch hingesetzt hat. Wirklich springen kann Ella ja noch nicht, aber sie hat die Bewegungen ansatzweise ganz gut hinbekommen. Der Hund war halt ein gutes Vorbild. So haben wir aber auch gleich spin geübt, nur roll around wollte ich mit Ella nicht machen, da die Wiese im park auch immer voller Gänsekacke ist. (und das sind ganz schön gigantische Köteln die die Flugviecher produzieren). Für Ella war das jedenfalls das Highlight des Tages und ihr Wortschatz ist mal wieder um ein paar Wörter reicher.

2009/05/14

Sprechverirrungen und -wirrungen

Mittlerweile hat Ella auch die ersten 3silbigen Wörter in ihr Repertoire mitaufgenommen. Unter anderem Nackedei, Haarspange, denn die trägt sie jetzt immer (bändigt ihre Zotteln) und auch Basketball. Doch leider wird jetzt jeder Ballsport als Basketball betitelt, egal ob Baseball oder Fußball aber leider ganz schlimm (zumindest aus Frisbeeelternsicht) neulich im Park haben 2 Jungs Frisbee gespielt und Ella sagt "Frisbeeball"!!! Hilfe, hat sie bisher ganz zielsicher jede Frisbee als solche erkannt und stolz Frisbee gesagt, so sagt sie plötzlich Frisbeeball. Natürlich bin ich mittelkräftig verzweifelt und übe ganz viel Frisbee mit Ella.

Sommer, Sonne, Kieselsand

Letztes Wochenende war das Wetter wie nicht anders zu erwarten wunderbar sonnig, also ab hinein in Rouvens Kleinwagen und auf zum Strand. Diesmal hatten wir uns den Sausalito Beach in der Golden Gate Recreation Area nördlich von SF und der Golden Gate Bridge vorgenommen. Eigentlich war der Plan, dass Ella auf dem hinweg im Auto pofft, aber nun ja sie hat da so ihre eigenen Vorstellungen. Stattdessen saß sie in ihrem Kindersitz und jammerte, dass sie laufen will. Half also nix, wir hielten noch an einer Mall an, ließen die Maus rumrennen, nahmen noch einen kleinen Mittagssnack ein und konnten danach mit schlafender Maus zum Strand fahren. Vor allem die Strecke hinter der Golden Gate Bridge ist wunderschön, eine Klippenstraße mit herrlichen Ausblicken auf die Bucht von San Franscisco, die Skyline von SF und natürlich auf den Pazifik. Obwohl der Pazifikwind meist schon sehr kühl ist, war es am Strand dank des schwarzen Sandes (zumindest in Bodennähe) mollig warm. Das Wasser mal wieder viel zu kalt, als dass ich den für alle Fälle eingepackten Bikini auch nur ansatzweise aus den Tiefen der Tasche gekramt hätte. Aber Ella hatte einen riesigen Sandkasten zum Buddeln und somit war der Ausflug natürlich ein voller Erfolg. Rouven hält es leider nie allzulange am Strand aus, aber wir sind ja schon froh, dass er solche Ausflüge als verantwortungsvoller Papa auf sich nimmt. Neue Flip Flops für Mama und Papa gabs an diesem Tag auch noch, solche Samstage lob ich mir :-)
Und freu mich schon jetzt, dass fürs nächste Wochenende 30°C gemeldet sind. Strand wir kommen!!!
Ausflug zum Sausalito Beach

2009/05/07

lauter Fortschrittchen

Lange nix von uns hören lassen, wird also langsam mal wieder Zeit.
Mir ist aufgefallen, dass wir schon lange nix zu Ellas Fortschrittchen verlauten lassen haben, dabei gibt es da so einiges zu erzählen. Das meiste könnte euch wahrscheinlich Ella erzählen, denn die ist mittlerweile eine richtige Quasselstrippe. Ganz grob geschätzt würde ich behaupten, dass Ellas Vokabular derzeit um die 80 Wörter umfässt, wobei sich das eigentlich täglich ändert, denn wir haben das Gefühl, dass mit jedem Tag ein neues Wort zu ihrem Brabbelrepertoire hinzukommt. Natürlich weiß man bei einigen Wörtern nur als Insider was gemeint ist, aber gewisse Buchstaben sind halt nicht so einfach. So ist das Flugzeug beharrlich ein Lugelu wobei ich es faszinierend finde, dass wir zu Hause sitzen und die Maus ruft Lugelu und wenn man genau hinhört, dann hört man auch ein Flugzeug vorbeidonnern. Sprich sie muss das nicht einmal sehen. Na und die Dume ist ein Blume und die Weintraube eine Laube und und und. Auch bleibt der Wortschatz vorerst auf zweisilbige Wörter beschränkt und alle dresilbigen Wörter die sie kennt, sind bei ihr dann doch wieder zweisilbige. (Erdbeere = Ebeer, Banane = Nane, Melone = Lone). Natürlich spreche ich ihr jeden Tag die Wörter immer ordentlich und ganz oft vor, aber sie ist da recht beharrlich was ihre Fassung angeht.
Da sie jetzt fast alles was sie so futtert auch mit Namen kennt, kann sie auch klar und deutlich zu verstehen geben, was sie möchte. Ganz klar ihre Favoriten: Sie geht in die Küche stellt sich genau vor die Stelle wo die Cheerios stehen und fordert Chjus Chjus Chjus na oder Cracker, denn die Fischcracker mag sie auch ganz gerne. Mit dem Essen ist das jetzt allerdings gar nicht mehr so einfach, denn sie will partout nicht mehr gefüttert werden, sondern alleine essen. Ziemliche sauerei aber Übung macht bekanntlich den Meister.
Wenn sie Abends müde ist, dann kann sie uns das mittlerweile ohne Gähnen und schlechte Laune ganz liebevoll sagen, denn dann stellt sie sich vor den Tresen wo die Fläschchen stehen und fordert ihre Milch: "Mülch, Mülch, Mülch" ein und so wissen wir, dass es jetzt langsam Zeit wird ins Bettchen zu gehen.
Ein Flitzer ist unsere Maus sowieso, denn während andere Kinder den ganzen Nachmittag ruhig im Sandkasten spielen, muss Ella zwischendurch auch immer ihre weitläufigen Runden drehen und wird zunehmends auch immer schneller. So langsam hat sie auch richtig Freude, wenn man ihr hinterherrennt und sie einfängt. Was ich nicht immer so lustig finde wie Ella ... Auf der Fahrradfahrt zum und vom Spielplatz erzählt sie mir dann immer was sie alles sieht, was in unserer Gegend eigentlich immer Gänse, zur Zeit auch Küken, Autos und Hunde sind.
Unheimlich putzig sind auch all die Sachen, die sie jetzt nachmacht. Wenn ich staubsauge, dann nimmt sie sich gerne den Staubwedel und fährt mit dem genauso fachmännisch über den Teppich, eincremen ist auch eines ihrer Hobbys und seit sie eine leere Cremedose geerbt hat, werden mit Vorliebe Mama, Papa und ihre Teddys eingecremt. Apropos Teddys mittlerweile hat Ella ja schon eine recht ansehnliche Kollektion. Seit sie 14 Monate alt ist muss auch immer ihr Lieblingsteddy mit ins Bett zum schlafen kommen (bis dahin haben wir ihr gereicht) und seit 2 Wochen hat sie auf 2 Schlafteddys upgegraded. So langsam wird es dann doch eng bei uns im Bett.
Dann natürlich noch all die sinnvollen Sachen, die ihr der Papa beibringt, wie High Five abklatschen und ganz wichtig Prost sagen. Sobald einer von uns ein Getränk in der Hand hat, kommt sie mit ihrer Sippie Cup (Schnabeltasse) an und ruft "b(r)ost". Klasse ist auch, dass sie sich inzwischen schon ganz toll alleine beschäftigen kann - denn als ich neulich früh nachdem Rouven zur Arbeit los ist noch einmal eingenickt bin, bin ich erst nach einer ganzen Weile wieder vom Lärm einer raschelnden Plastiktüte wachgeworden. Ella saß neben mir und hat einen Teil ihrer beachtlichen Schnullerkollektion in einer Tüte (die sie in einem der Badschränke gefunden hat) geschüttelt. Außerdem befanden sich im Bett: 1 Frisbee, 4 Bälle, 1 Riesenkrümelmonster und 2 Bücher...
Unsere Maus hat einen ziemlichen Schub gemacht und es ist einfach nur schön das alles als stolze Eltern zu beobachten und beschmunzeln.
Für die Statistikfans noch die letzten offiziellen Werte: 81cm lang und 11kg schwer und einen riesen Dickschädel.

Fortschrittchen - Ella 16 Monate



Vormittagsstandard: das ganze ungeschnitten, deshalb ein bissel länger, aber so isses