Das Vegasabenteuer war vorbei und so langsam wurde es Zeit, den Kleinwagen westwärts zu steuern. Erstaunlicherweise wachten wir zwar bei gewohnt warmen Temperaturen auf, allerdings war die Sonne durch die Wolkendecke nicht zu sehen. In der Ferne sahen wir auch Regenwolken in den Bergen kleben. Ohne Umschweife machten wir uns gleich morgens in die Spur. Wir passierten also mal wieder Wüstenlandschaft und konnten uns an dem seltenen Schauspiel ergötzen, dass hier und da sogar einige Regentropfen bis auf den Boden fanden. Unterwegs waren wir vor allem so einige Stunden. Irgendwann fing Ella jedenfalls nicht nur an, ihre üblichen Liedchen zu trällern und mit dem Teddy die Kniereiter zu machen, sondern auch den Teddy immer wieder in die Gurte zu hängen und dann verlangte der Teddy, dass er "LAUS" (raus) will. Hmmmmh sollte uns das irgendetwas sagen oder zu denken geben? NEIN ganz bestimmt nicht, das Kind hat einfach nur eine blühende Phantasie ... Übrigens fing sie abends im Hotelzimmer an auch noch den Teddy in den Schrank zu sperren und dann wollte der wieder "LAUS".
Bevor wir aber im Hotel waren, passierten wir noch das Death Valley, denn spontan entschieden wir uns quer durchzufahren. Es herrschten auf jeden Fall ganz ordentliche Temperaturen um die 43°C aber im klimatisierten Wagen alles erträglich. Wir hatten wie bereits beschrieben mit dem Wetter ja auch Glück, denn es war bewölkt und kurz bevor wir den Death Valley Nationalpark verließen, regnete es sogar ein wenig. Im Nationalpark selber gab es für uns eigentlich keinen Grund anzuhalten und im entferntesten an kleine Wanderungen zu denken. Wir genossen still die Ausblicke aus dem Auto zumal Ella auch ihr kurzes Tagesschläfchen abhielt. Nach dem Nationalpark (das Death Valley liegt an seiner tiefsten Stelle 85,5m unter n.N.) schraubten wir uns gleich ordentlich die Berge wieder hoch gen Sierra Nevada und am frühen Nachmittag stellten wir den Kleinwagen in einem Best Western Motel in Bishop ab. Ella und ich gingen dann gleich ein wenig im Hotelpool plantschen. Den Rest des Abends lümmelten wir rum, denn außer vielen Motels, die Ausgangspunkt vor allem für Angler sind bietet das Städtchen nicht viel. War aber auch ok. so, denn das Hotel war ziemlich gut. Wie gewohnt zur Guten Nacht gab es BBall.
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2009/06/07
2009/06/05
Viva Las Vegas oder der Mama der gehts gut
Mit dem Mäuschen beginnt so ein Urlaubstag selbstredend in aller Frühe, denn Ella fand den herrlichen Ausblick auf den Flughafen einfach super und kündigte jedes einzelne Flugzeug mit ihrem "Lugelu" (das ist ellisch für Flugzeug, übrigens ist sie mittlerweile schon beim Lugeleug angelangt) an. Das machte uns aber nix aus, denn wir hatten uns an unserem autofreien Tag viel vorgenommen: Zirkus, Tierchen begaffen, Schwimmen, gut gehen lassen und schlemmen. Das mit dem Schlemmen hatten wir eher spontan entschieden, denn auf unserem Weg raus aus dem Hotel kamen wir samt unserer knurrenden Mägen an der Werbung für "Breakfast, Lunch, Dinner - all you can eat buffet for 29.99$" natürlich nicht spurlos vorbei. Selbstredend nahmen wir dieses Angebot mit und kehrten zum lecker Frühstücken ein. Danach konnten wir wohlgestärkt unsere Vegaserkundung beginnen. Da wir eigentlich nicht so viel laufen wollten, nahmen wir gleich den Monorail um näher ans Circus Circus Casino zu gelangen. Ab der Haltestelle waren es bei 40°C aber doch noch gefühlte einige Meilen bis zum Casino. Solange es Ella zuließ, wurde sie geschultert, den Rest der Zeit durfte sie durch Casinos rennen und irgendwann waren wir da. Leider aber immer noch viel zu früh für die erste Zirkusvorstellung. Da wir nicht ewig im Kasino warten wollten, musste das Zirkusprogramm ausfallen. Stattdessen peilten wir als nächstes die weißen Kätzchen von Siggi und Rolle im Mirage an. Natürlich alles zu Fuß. Als wir endlich total erschöpft am Mirage wildlife bla bla ankamen, waren Rouvens Füße in seinen fast niegelnagelneuen Flip Flops völlig zerschunden und er auch nur noch ein jammerndes Elend und auch ich war mittlerweile ganz schön groggy (ab und zu musste ich ja auch unseren Wildfang befördern). Zu allem Überfluß kostete das Begaffen derKätzchen und Delfine satte 15$ pro Person. Da wir mittlerweile aber so viel rumgelatscht sind, nur um Ella Tierchen zu zeigen, ließen wir uns von den Preisen nicht abhalten und nahmen die Tierchen mit. Ella haben die "Fine" (Delfine), Löwen und Tiger aber ganz doll gefallen und somit war jeglicher Schmerz vergessen. Danach machten wir uns aber schnellsten via Monorail zurück zu unserem Hotel auf und fielen über das Mittagsbuffet her. Während ich Ella anschließend ganz einfach zu ihrem Mittagsschläfchen hinlegen konnte, ging Rouven unser Spielgeld verzocken. Denn unsere Hotelbuchung beinhaltete auch ein 20$ Spielgeldguthaben. Nach nur 30min hatte Rouven das auch schon verzockt, sich beklagt, dass Spielen ganz schön öde sei und von nun an begann das Mamiverwöhnprogramm. Rouven hatte mir nämlich im Hotel Spa eine pre natale Massage spendiert. Ich ließ also die schnuffelnde Ella und den Papa zurück und machte mich auf zur Generalüberholung. Da ich noch 1h Zeit hatte bis zum Massagetermin machte ich es mir so im Spa gemütlich. Sauna und Whirlpool darf ich ja leider nicht, aber Dampfbad ging. Außerdem schmöckerte ich in den Zeitschriften und gammelte rum. Dann wurde ich von oben bis unten und von vorne bis hinten bestens durchgeknetet. Ach das war SCHÖN!!! Am besten fand ich, dass ich dank speziellen Kissens endlich mal wieder auf dem Bauch liegen konnte. Mittlerweile war Ella natürlich auch schon wieder wach und die beiden haben den Nachmittag im Kiddie Pool verbracht. Spaß hatten beide auf jeden Fall, aber irgendwann wollte Rouven Ella doch so langsam aus dem Wasser locken. Er fragte Ella, ob sie nicht mal nach der Mama gucken möchte. Aber nix da, Mama kann warten, das Wasser war viel wichtiger. Als ich dann rundumgerneralüberholt nach den Beiden am Pool schaute, hatte Rouven sie gerade endlich doch dem Wasser entzerrt und sie wieder landfein gemacht. Fix und alle lag sie da und hatte nur einen beiläufigen Blick für mich. Von der ganzen Schwimmerei hatte sie aber offensichtlich auch einen riesigen Kohldampf und sie verlangte lautstark nach "Wiener, Wiener". Das ist in sofern ein wenig peinlich, wenn man in Amiland durch ein Hotel voller Leute rennt, da im englischsprachigen Raum eigentlich bloß der Pippimatz so bezeichnet wird. Hmmmh naja vielleicht sollten wir die Würstchen in Zukunft doch nur Franks nennen ...
Auf dem Hotelzimmer warfen wir fix die Abendgarderobe über und machten uns dann schnell auf das Abendbuffet zu plündern. Ella war vom "Toffeldei" (Kartoffelbrei) begeistert und wir vor allem von den Kingcrab Beinchen. Das Tagesbuffet hat sich auf jeden Fall gelohnt und auch die feilgebotenen Desserts waren einfach zu lecker. Anschließend gab es das übliche Abendprogramm: BBall Conference Finals und LeBron hat endlich einmal wieder gewonnen. Hooray!
Fazit: Zocken ist langweilig, aber so 1-2 Tage künstliche Vegasglitzerwelt sind schon ein Abenteuer wert.
Auf dem Hotelzimmer warfen wir fix die Abendgarderobe über und machten uns dann schnell auf das Abendbuffet zu plündern. Ella war vom "Toffeldei" (Kartoffelbrei) begeistert und wir vor allem von den Kingcrab Beinchen. Das Tagesbuffet hat sich auf jeden Fall gelohnt und auch die feilgebotenen Desserts waren einfach zu lecker. Anschließend gab es das übliche Abendprogramm: BBall Conference Finals und LeBron hat endlich einmal wieder gewonnen. Hooray!
Fazit: Zocken ist langweilig, aber so 1-2 Tage künstliche Vegasglitzerwelt sind schon ein Abenteuer wert.
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2009/06/04
Zion N.P. im zweiten Anlauf
Das Etappenziel für Mittwoch lautete Las Vegas, MGM Casino. Da wir nicht so recht wussten, wie wir eigentlich wieder gescheid gen Heimat düsen sollen, haben wir beschloßen einfach wieder über Las Vegas zurückzufahren. Und diesmal wollten wir die volle Dröhnung, sprich wir haben uns für 2 Nächte für ein Megahotel auf dem Strip entschieden. Getreu dem Motto: Wenn schon denn schon! Das Bing Bing ist uns ja egal, aber die diversen Themenhotels des Strips sind schon sehr reizvoll und das MGM hat für uns auch noch eine riesige Poollandschaft zu bieten und ein paar Raubkätzchen zum Begaffen. Doch vor die künstliche Glitzerwelt hat der liebe Gott zum Glück noch eine ordentliche und schicke Naturkulisse gepackt, die wir natürlich nicht ungesehen an uns vorbeiziehen lassen wollten. Als erstes machten wir einen ganz kurzen Stopp im Kolob Canyon. Schöne Sandsteinfelsen, aber so wirklich viel war nicht los und wandern ist halt auch noch nicht wirklich eine Option für Mausi. Also ging es weiter und dieses Mal sind wir wenigstens bis an die Eingangspforten des Zion Nationalparks gekommen. Zwar waren drinnen die wenigen Parkplätze wieder einmal alle weg, doch das störte nicht weiter, denn vorm Eingang gab es noch ausreichend. Der Shuttle Bus, der durch den Park führt, parkte auch gleich ums Eck insofern kein Problem. Den Zion N.P. darf man nämlich nicht selber befahren, sondern nur einen Shuttle nutzen. Das Shuttle System funktioniert auch sehr gut und für den Park ist es sicherlich auch besser, wenn nicht tausende Autos rummiefen. Ella gefiel shutteln auch sehr gut, denn sie konnte auf der Sitzbank stehen, sich den warmen Fahrtwind durch die offenen Fenster um die Ohren wehen lassen, Leute begaffen und ab und zu auch ein wenig Bergkulisse bestaunen. Insofern war dieser Park für uns ziemlich gut geeignet. Den ersten Stopp machten wir an der Lodge, die auch eine riesige Picknickwiese zu bieten hatte. Gut gestärkt konnten wir danach den Rest des Parks erkunden. Wir fuhren bis an die Endhaltestelle (Temple of Sinavwa = sich verengende Schlucht, links und rechts ragen beeindruckende Felswände auf und zum Schluß kann man nur noch durchs Flüßlein waten), wanderten dort ein wenig rum, ließen Mausi ein wenig durchs eisige Flüßlein waten, doch dann war langsam Schicht im Schacht. Nicht nur, dass Ella rapide abbaute, auch wir hatten nicht mehr wirklich Lust Ella weiter gegen ihren Willen durch die Schlucht zu schleppen. (denn sie will ja immer laufen, leider am liebsten ins Wasser oder eben immer genau die andere Richtung ...). Wir fuhren mit dem Shuttle zurück, genossen aus dem Busfenster das Naturschauspiel und nehmen uns große Wanderungen und Flußdurchwatungen (denn das hatte mir bei meinem letzten Besuch in diesem N.P. riesigen Spaß gemacht) für in ein paar Jährchen vor.
Ella war so fix und alle, dass sie sogar schon im Shuttle Bus eingedöst ist und wir sie sogar einmal geschafft haben in diesem Zustand ins Auto umzufrachten. Den Rest des Tages schruppten wir die restlichen Meilen nach Vegas und am späten Nachmittag waren wir dann endlich im MGM. Das erste Hotelzimmer, das sie uns gaben, stank unerträglich nach Rauch, so dass wir auf der Türschwelle wieder kehrt machten. Das ganze ist insofern ärgerlich, da das Hotel ja so riesig ist und wir eine ganze Weile brauchten, bis wir dann endlich in einem wohlriechenden Zimmer im 23. Stock aufschlagen konnten. Irgendwann war es aber so weit, für einen Sprung in den Hotelpool für unser Mäuschen mittlerweile doch schon zu spät, aber macht ja nix, wir hatten ja noch einen ganzen Tag vor uns. Wie immer in diesem Urlaub gab es zum Tagesausklang BBall Playoffs.
PS: seit Zion Nationalpark hat sich auch unser Jahrespass für die Nationalparks amortisiert. Von nun an ist jeder weitere Nationalpark qusi for free und für uns noch ein Grund mehr noch viel viel mehr Parks mitzunehmen.
Ella war so fix und alle, dass sie sogar schon im Shuttle Bus eingedöst ist und wir sie sogar einmal geschafft haben in diesem Zustand ins Auto umzufrachten. Den Rest des Tages schruppten wir die restlichen Meilen nach Vegas und am späten Nachmittag waren wir dann endlich im MGM. Das erste Hotelzimmer, das sie uns gaben, stank unerträglich nach Rauch, so dass wir auf der Türschwelle wieder kehrt machten. Das ganze ist insofern ärgerlich, da das Hotel ja so riesig ist und wir eine ganze Weile brauchten, bis wir dann endlich in einem wohlriechenden Zimmer im 23. Stock aufschlagen konnten. Irgendwann war es aber so weit, für einen Sprung in den Hotelpool für unser Mäuschen mittlerweile doch schon zu spät, aber macht ja nix, wir hatten ja noch einen ganzen Tag vor uns. Wie immer in diesem Urlaub gab es zum Tagesausklang BBall Playoffs.
PS: seit Zion Nationalpark hat sich auch unser Jahrespass für die Nationalparks amortisiert. Von nun an ist jeder weitere Nationalpark qusi for free und für uns noch ein Grund mehr noch viel viel mehr Parks mitzunehmen.
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2009/05/25
Ein Tag am See
In der Suite haben wir allesamt gut geschlafen und konnten ausgeruht neue Abenteuer in Angriff nehmen. Der Maus haben wir nur gesagt, dass wir jetzt baden fahren und schon war sie vollkommen aus dem Häuschen. Ihre Badebuxen hätte sie am liebsten gleich angezogen, aber ein paar Meilchen sind es dann doch noch bis zum Lake Mead. Dort waren wir erst einmal auf der Suche nach einem einsamen gemütlichen Plätzchen nur für uns alleine, dies endete aber in einer wilden Fahrt nicht nur über eine Schotterpiste, sondern auch durch feinsten weißen Kieselsand. 4W Drive und auch Rouvens fahrerischen Talents sei Dank sind wir da unbeschadet durch und auch wieder rausgekommen, nur der Kleinwagen war anschließend von oben bis unten von einer zentimeterdicken Sandstaubschicht bedeckt. Das einsame Plätzchen war dann aber doch nicht so einsam und zu allem übel auch noch ziemlich zugemüllt. Der tote Fisch, den Rouven erblickte gab ihm dann noch den Rest und aller Protest half nix (Ella wollte doch baden ...) wir sind zu einem offiziellen Strand gefahren. Praktischerweise konnte man am offiziellen Strand, dem Boulder Beach fast am Wasserrand parken. Voll war es natürlich auch, denn es war ja das Memorial Day weekend. Das Wasser war aber trotzdem schön warm und nass und genug zum gaffen gab es dafür auch: badende Hunde, viele Menschen und neben uns eine ganz illustre multikulti Truppe (sehr liberale Zusammensetzung - Mutti mit Kindern, Walfrauen, Typen mit Iro, kahlgeschorene Lesben und noch so Stinovolk). Das mit dem warmen Wasser muss man vielleicht etwas relativieren, denn wenn man bei 38°C ins Wasser geht, dann ist es erst einmal schon etwas kühl. Zu lustig ist dabei unsere Wasserratte. Schnurrstracks rennt sie natürlich aufs Wasser zu, geht rein, japst nach Luft und sagt "kalt, kalt, kalt", das hindert sie aber nicht daran zielstrebig und eisern weiter ins Wasser zu watscheln. Baden war für Ella wieder das Größte, an Land konnten wir sie eigentlich nicht halten, denn sie ist immer wieder zum und ins Wasser gerannt. (grrrh) Da diese ganzen Aktionen auch immer recht anstrengend sind, habe ich erst gar nicht auf Rouvens Gejammer gewartet, sondern freiwillig beim ersten Aufbruchbegehren zugestimmt. Den Hoover Dam ließen wir lieber aus, denn mittlerweile war ein ordentlicher Stau aus Richtung Las Vegas gen Hoover Dam. Wir düsten zurück und nutzten die Gunst der Stunde, da Ella sogar mal schlief und fuhren noch den Strip ab, um die Kasinos zu begaffen. Anschließend gabs Abkühlung in einem indoor Outlet Center nicht nur wegen der Air Condition, sondern auch wegen dem leckeren Eis, dass wir verdrückt haben. Gemütlich ließen wir den Tag mit Basketballplayoffs ausklingen. (leider hat LeBron verloren :-( )
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2009/05/24
und los gehts, Urlaub wir kommen
Natürlich gibt es keinen Urlaub ohne gepackte Koffer und das war eine ganz schöne Herausforderung mit so einem kleinen Schurken wie Ella an der Seite. Rouven war Freitags nochmal fleißig schuften und Ella und ich verbrachten den Tag mit Packen. Sobald der Koffer da stand musste der erst einmal ausgiebig beklettert werden. Sachen reinlegen ist auch ein eher kurzweiliger Zustand, denn genauso schnell hat Ella die auch alle wieder rausgeworfen. Irgendwie haben wir es aber dennoch geschafft und zum Nachmittag war Rouven auch schon ausgearbeitet und wir konnten den Kleinwagen starten. Die ersten Meilen stauten wir uns so langsam gen Süden, denn vor einem langen Wochenende (Montag ist Memorial Day) sind wir nicht die einzigen auf der Straße. Zum Glück hatten wir genug Trauben und Cracker mit, um Ella den Stau schmackhaft zu machen. Ein paar Meilen klappte auch das Malen noch und dann wollte sie wirklich langsam "LAUS, LAUFEN!!!". Also gönnten wir ihr ein wenig Auslauf, schruppten danach weitere Meilen und die letzte halbe Stunde (so ab 21:30 Uhr) hat sie sogar geschlafen. In Bakersfield steuerten wir ein günstiges Motel an und naja so wirklich gut hat keiner von uns geschlafen. Außer uns hat nämlich noch ein Blutsauger das Zimmer bewohnt und Rouven hat es einfach nicht geschafft die Mücke zu erledigen. Übel angezapft wurde natürlich nur ich die ganze Nacht. Das Gesumse macht mich sowieso verrückt, außerdem dröhnten die Wasserrohre lautstark, vor der Türe lärmte ständig ein Generator, der Lärm des Highways war allgegenwärtig und es war sehr heiß. Irgendwann war die Nacht überstanden und wir mussten weitere viele Meilen schrubben. Es ging durch die Mojawe Wüste (für die Spaceshuttle Landung waren wir leider einen Tag zu früh dran). Die Wüste hat einen ganz eigenen Charme mit ihren Joshua Trees und den Gesteinsformen die man in dieser Hochebene so zu sehen bekommt. Zum Nachmittag waren wir endlich in Las Vegas und konnten die Maus fürs erste von der Autofahrerei erlösen. Abkühlung (Außentemperatur um die 40°C) gab es dann gleich im Hotelpool und wie immer hatte Ella einen Riesenspaß. Anschließend machten wir den Strip noch ein wenig unsicher. Vor allem natürlich Ella, denn die will ja partout nicht getragen werden, sondern muss immer "LAUFEN!". Abwechselnd sind Rouven und ich ihr durch die Menschenmassen hintergejagt und haben sie versucht halbwegs in die Richtung zu leiten, in die wir wollten. Vor allem die Zockerhallen mit ihren vielen Lichtern und Bing Bings sind soooo faszinierend für Ella. Außerdem haben wir noch das Fontänen-Musikschauspiel des Bellagio bewundert und einen fetten Burger im Planet Hollywood verdrückt. Ein ganz schön anstrengender Tag und todmüde ist die Maus Abends ins Bettchen gefallen. Nicht minder müde waren natürlich Rouven und ich und trotz Hitze haben wir alle seelig geschlafen.
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