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2009/06/04

Zion N.P. im zweiten Anlauf

Das Etappenziel für Mittwoch lautete Las Vegas, MGM Casino. Da wir nicht so recht wussten, wie wir eigentlich wieder gescheid gen Heimat düsen sollen, haben wir beschloßen einfach wieder über Las Vegas zurückzufahren. Und diesmal wollten wir die volle Dröhnung, sprich wir haben uns für 2 Nächte für ein Megahotel auf dem Strip entschieden. Getreu dem Motto: Wenn schon denn schon! Das Bing Bing ist uns ja egal, aber die diversen Themenhotels des Strips sind schon sehr reizvoll und das MGM hat für uns auch noch eine riesige Poollandschaft zu bieten und ein paar Raubkätzchen zum Begaffen. Doch vor die künstliche Glitzerwelt hat der liebe Gott zum Glück noch eine ordentliche und schicke Naturkulisse gepackt, die wir natürlich nicht ungesehen an uns vorbeiziehen lassen wollten. Als erstes machten wir einen ganz kurzen Stopp im Kolob Canyon. Schöne Sandsteinfelsen, aber so wirklich viel war nicht los und wandern ist halt auch noch nicht wirklich eine Option für Mausi. Also ging es weiter und dieses Mal sind wir wenigstens bis an die Eingangspforten des Zion Nationalparks gekommen. Zwar waren drinnen die wenigen Parkplätze wieder einmal alle weg, doch das störte nicht weiter, denn vorm Eingang gab es noch ausreichend. Der Shuttle Bus, der durch den Park führt, parkte auch gleich ums Eck insofern kein Problem. Den Zion N.P. darf man nämlich nicht selber befahren, sondern nur einen Shuttle nutzen. Das Shuttle System funktioniert auch sehr gut und für den Park ist es sicherlich auch besser, wenn nicht tausende Autos rummiefen. Ella gefiel shutteln auch sehr gut, denn sie konnte auf der Sitzbank stehen, sich den warmen Fahrtwind durch die offenen Fenster um die Ohren wehen lassen, Leute begaffen und ab und zu auch ein wenig Bergkulisse bestaunen. Insofern war dieser Park für uns ziemlich gut geeignet. Den ersten Stopp machten wir an der Lodge, die auch eine riesige Picknickwiese zu bieten hatte. Gut gestärkt konnten wir danach den Rest des Parks erkunden. Wir fuhren bis an die Endhaltestelle (Temple of Sinavwa = sich verengende Schlucht, links und rechts ragen beeindruckende Felswände auf und zum Schluß kann man nur noch durchs Flüßlein waten), wanderten dort ein wenig rum, ließen Mausi ein wenig durchs eisige Flüßlein waten, doch dann war langsam Schicht im Schacht. Nicht nur, dass Ella rapide abbaute, auch wir hatten nicht mehr wirklich Lust Ella weiter gegen ihren Willen durch die Schlucht zu schleppen. (denn sie will ja immer laufen, leider am liebsten ins Wasser oder eben immer genau die andere Richtung ...). Wir fuhren mit dem Shuttle zurück, genossen aus dem Busfenster das Naturschauspiel und nehmen uns große Wanderungen und Flußdurchwatungen (denn das hatte mir bei meinem letzten Besuch in diesem N.P. riesigen Spaß gemacht) für in ein paar Jährchen vor.
Ella war so fix und alle, dass sie sogar schon im Shuttle Bus eingedöst ist und wir sie sogar einmal geschafft haben in diesem Zustand ins Auto umzufrachten. Den Rest des Tages schruppten wir die restlichen Meilen nach Vegas und am späten Nachmittag waren wir dann endlich im MGM. Das erste Hotelzimmer, das sie uns gaben, stank unerträglich nach Rauch, so dass wir auf der Türschwelle wieder kehrt machten. Das ganze ist insofern ärgerlich, da das Hotel ja so riesig ist und wir eine ganze Weile brauchten, bis wir dann endlich in einem wohlriechenden Zimmer im 23. Stock aufschlagen konnten. Irgendwann war es aber so weit, für einen Sprung in den Hotelpool für unser Mäuschen mittlerweile doch schon zu spät, aber macht ja nix, wir hatten ja noch einen ganzen Tag vor uns. Wie immer in diesem Urlaub gab es zum Tagesausklang BBall Playoffs.
PS: seit Zion Nationalpark hat sich auch unser Jahrespass für die Nationalparks amortisiert. Von nun an ist jeder weitere Nationalpark qusi for free und für uns noch ein Grund mehr noch viel viel mehr Parks mitzunehmen.

2009/05/31

voll und vergessen

Eine weitere erholsame Nacht Dank Suite lag hinter uns. Da wir aber viel vorhatten wurden flugs alle Sachen zusammengeräumt und schon hatten wir wieder Asphalt unterm Pneu. Hmmmh in Nachhinein hat sich herausgestellt, dass wir leider nicht alle Sachen beisammen hatten. Ellas Schlafschnuller der noch irgendwo im Bettgewühl rumlag war ja noch zu verkraften, aber wir trauern sehr um unseren Airport Extreme Adapter (*doppelschnüff*). Auf unsere Nachfrage hat sich das Hotel auch nie wieder gemeldet, drum heißt es abschreiben, vergessen und abhaken und einfach weiter urlauben als wenn nix wäre. Zügig rollten wir nach Utah und standen bald auch schon fast vorm Zion Nationalpark. Leider waren wir an diesem freien Memorial Day Montag nicht die einzigen Gäste des Nationalparks. Zwar konnte man weit vorm Park irgendwo noch einen Parkplatz für das Auto finden und den Shuttle Bus in den Park nutzen, doch irgendwie schien uns das nicht die gemütlichste Variante zu sein. Denn uns mit tausenden anderen Menschen in einen Bus reinquetschen und durch den Park kutschieren lassen, war nicht ganz das, was wir uns unter einem gemütlichen, entspannten Urlaub vorstellten. Darum ließen wir den Nationalpark Park sein und genoßen an einem gemütlichen kleinen Café mit Rasen und Picknickbänken einen riesigen und leckeren Becher Mangoeis. Genug Auslauf gab es für Ella auch und so konnten wir gestärkt und entspannt weiter nach Cedar City zum Hotel fahren. Dort sprangen wir gleich in den Hotelpool, somit war der Tag für Ella mal wieder ein voller Erfolg. Anschließend bummelten wir ein wenig durch die wenig aufregende Stadt, im Walmart hat Ella eine neue Truckerkappe abgestaubt, mehr gabs eigentlich wirklich nicht zu tun. Dinner gabs beim Chinesen und wie immer war die Maus eigentlich nicht im Hochstuhl zu halten. Das Restaurant war fast leer also ließen wir Ella rumstreunern, das Mädel vom Nachbartisch war nicht ganz so kommunikativ, aber zum Glück spielten im Nachbarraum 2 kleine chinesische Jungs, die Ella einluden, doch reinzukommen. So doll schüchtern ist sie zwar nicht mehr, aber noch ein bißchen. Deshalb stand sie vor den Jungs, hat denen irgendetwas auf deutsch erzählt und die ihr etwas auf englisch. Alle waren beschäftigt und wir konnten in Ruhe zu Abend essen. Dann wurde es auch schon Zeit zurück ins Hotel zu gehen, denn Kobe spielte mit den LA Lakers gegen die Denver Nuggets ein weiteres Conference Final Basketballspiel. UND!!! Nicht nur, dass Ella jetzt richtig zwischen Baseball und Basketball unterscheiden kann, sie hat sich mit uns aufs Bett gesetzt und lautstark "Kobe, Kobe, Kobe" angefeuert. Aufgeschnappt hatte sie das natürlich von mir 2 Tage zuvor beim letzten Spiel, aber viel beeindruckender fanden wir, dass sie es an der richtigen Stelle eingesetzt hat :-) Die Lakers haben gewonnen, also alles gut.
Auf der Autofahrt hatte uns Ella übrigens auch noch eine andere neue Fähigkeit vorgeführt, denn sie hat während der Fahrt mit ihrem Teddy 'Hoppa, hoppa Reiter' gespielt und erstaunlicherweise die meisten Zeilen dieses Kniereiters hinbekommen. Natürlich noch nicht perfekt, aber sie kommt dem Original sehr nahe. Irgendwann müssen wir das mal aufnehmen. Nicht nur das, auch fängt sie jetzt an ihre Lieblingslieder zu singen. Diese funktionieren auch schon erstaunlich gut. Einfach total lustig mitzuerleben, wie sie im Auto sitzt und vor sich hinsingt oder mit dem Teddy die Kniereiter macht.