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2009/04/09

time to say BYE BYE

Den Sonntag ließen wir ganz gemütlich an uns vorüber ziehen. Ella und Oma konnten endlich mal gemeinsam auf den Spielplatz gehen (und Oma durfte diesmal Ella bei ihren Ausbüchsversuchen hinterherrennen), Rouven konnte Fußballern, Jack Bücher schmökern und ich faulenzen. Ganz so tatenlos sollte der letzte Tag (Montag) aber nicht verstreichen, deshalb sind Ella und ich zusammen mit Oma und Opa noch einmal nach San Francisco in den Golden Gate Park gefahren. Während wir gemütlich im ÖPNV nach SF saßen hat in Redwood Shores die Erde gebebt während wir im Zug vom 4,3 Richterskalabebchen nix mitbekamen. Das ärgerlichste an den hiesigen Busen ist, dass man das Kind immer aus dem Kinderwagen rausnehmen muss. Generell bleibt auch festzuhalten, dass unser Riesenbuggy nicht wirklich ÖPNV tauglich ist und es jedesmal sowieso eine Qual ist, da man (Regel ist Regel) nun einmal ohne Kind und zusammengeklappten Wagen vorne einsteigen und hinten aussteigen muss. Den ersten O-bus bis zur Market Street haben wir noch ganz gut geschafft, doch wurde es dann nicht nur wesentlich voller, sondern ist auch Ella eingeschlafen. Tja und da sie beim rausnehmen wach wird, half nix, wir mussten zu Fuß zum Golden Gate Park laufen. (na gut, die Großeltern wollten eigentlich nicht laufen, aber das schlafende Kind hat dann doch gesiegt - leider hat Ella die Angewohnheit, wenn es mit dem Schlafen nicht geklappt hat, dann auch einfach nicht mehr zu schlafen). Vornehmlich bergan durchstiefelten wir also die Straßen von San Francisco. Wenn auch sehr steil, so war es eine ganz sehenswerte Wanderung, denn die Haight Street bietet viele Häuser im viktorianischen Stil und eine Ladenzeile mit kleinen Hippi Lädchen. Nach dem Ella wach wurde, gönnten wir uns ein Mega Sandwich in einem kleienn Cafe und schon waren wir auch im Golden Gate Park. Dort machten Ella und ich den Spielplatz unsicher und die Großeltern ergötzten sich an der Blütenpracht und den Bonsais im japanischen Garten.
Den Abend ließen wir lecker ausklingen, denn Chef Rouven hat ein paar deliziöse Steaks gezaubert und auch der Wein, den wir extra für die Großeltern gekauft hatten, sollte bei uns nicht versauern.
Dienstag stand nur noch eine Aufgabe an, nämlich DAS Projekt endlich einmal fertig zu stellen. Vor langer Zeit hatte ich mir mal vorgenommen einen Farbkreis an die Wände bringen zu wollen. In meinen letzten Behausungen hat es entweder am Platz oder an einer fehlenden weißen Wand geharpert, aber hier in RWS sind alle notwendigen Grundvoraussetzungen vorhanden. Bereits im letzten Jahr hatte ich die Farbtafeln mit Danas Hilfe fertig gebastelt, nur noch nicht an die Wand gebracht. Tja und das ganze in gleichmäßigen Abständen und gerade hinzubekommen ist gaaaaaaar nicht so einfach. Deshalb war ich froh einen Physiker und einen Mikroelektroniker zu Gast zu haben, denn die bekommen das ganz bestimmt hin. Fachmännisch mit Zollstock und Lineal haben sie alles ausgemesen uns akurat an die Wand gebracht und selbst Rouven war positiv überrascht, dass das ja gar nicht so schlecht aussieht. So langsam sollte ich mal anfangen Fotos an die Wände zu bringen ...
(wird Zeit, dass mal wieder Besuch kommt!!!)

time to say BYE BYE

2009/04/07

Highway No.1 + Big Sur

Die Grannies sind leider mittlerweile schon seit einer Woche weg, deshalb wird es langsam doch mal wieder Zeit das Trübsal blasen sein zu lassen und das Blog wieder ein wenig zu aktualisieren.
Oma und Opa brauchten wohl mal ein paar Tage Ruhe und haben sich deshalb für 3 Tage nach Las Vegas zum Erholen (Zocken) verabschiedet. Donnerstag spät Nachts kamen sie aber wieder und Ella konnte sie Freitag in aller Herrgottsfrühe zu neuen Abenteuern begrüßen, zumal sie inzwischen schon richtig gut Tanja und Jack sagen kann. Nach dem Frühstück schwangen wir uns gleich in den Panzerkreuzer und machten uns gemeinsam (leider ohne den schwer schuftenden Rouven) auf gen Süden. Erster Stopp war Monterey, um einen kurzen Blick auf die vielen Souvenirläden in der Cannery Row zu werfen. Vor langer Zeit waren die heutigen Tourishacks ausschließlich Fabrikhallen für die Produktion von Konservendosen gefüllt mit Sardinen. Da wir das Aquarium nicht mitnehmen wollten, war die Meile schnell abgelaufen einige Kalorieeinheiten später saßen wir auch schon wieder im Auto gen Big Sur. Die atemberaubenden Aussichten genossen wir den ganzen Weg nach Süden bis nach San Simeon. Das lag aber vor allem daran, dass die Unterkünfte bis dahin nicht nur atemberaubende Aussichten boten, sondern vor allem sehr sehr rustikalen Charme deren Preise ähnlich hoch waren wie die Klippen auf denen die Behausungen standen. In San Simeon fanden wir aber Unterschlupf in einem guten alten Best Western. Die Grannies genossen noch die angebotenen Lagerfeuerstellen am Strand und ich wiegte ganz langsam Mausi in den Schlaf. Die ganze Nacht über war das Rauschen der Wellen zu hören und so wachten wir am nächsten Tag voller Tatendrang auf. Da wir am Tag davor die Aussichten nur aus dem Cockpit genossen, nahmen wir uns für Samstag die gleiche Strecke noch einmal vor, doch diesmal wollten wir auch ab und an anhalten. Sprich es ging mehr oder weniger zurück nach Norden. Erster Stopp war das Hearst Castle, welches der Herr Hearst seines Zeichens Zeitungsmagnat eher als seine kleine Ranch bezeichnete. Am beeindruckensten waren die Swimmingpools und die Aussicht, innen drin traf der Herr nicht ganz meinen Geschmack, denn es war sehr duster und die vorherschende Stilrichtung waren alte europäische Säulen, Fresken, Kirchenstühle und Freskendecken die in good old Europe abmontiert wurden und in Kalifornien alle wieder an diesem Ort angepappt wurden. Nichts desto trotz sehr beeindruckend und die Tour, die man machen musste, um sich das Schlößchen anzuschauen, auf jeden Fall seine Dollars wert. Die Eisbären und Leoparden, die sich mal auf dem Grundstück rumgetrieben hatten, wurden leider schon vor langer Zeit an Zoos abgegeben, also nix zum anlächeln für Ella. Deshalb nutze sie jede Chance, die sich zum Klettern anbot, um wenigstens ein wenig Auslauf zu bekommen. Denn so wirklich ist eine geführte Tour nix für unseren kleinen Wirbelwind.
Dafür gabs dann beim nächsten Stopp ein paar Tierchen zum bestaunen für Ella. Am Strand unweit des Schlößchens tummeln sich etliche See-Elefanten (elephant seals - eine ziemlich große Robbenart) und natürlich begafften auch wir die Jungtierchen. Zu dieser Jahreszeit trifft man nur die ganzen jungen, ergo noch sehr kleinen Tiere an, denn die Mamis haben sich schon wieder zum Futtern in die Weiten des Pazifiks aufgemacht.
Es ging weiter nach Norden entlang der auch aus dieser Blickrichtung immer noch wundershönen küstenstraße Highway No. 1. Wir gönnten uns noch einige Ausblicke und den Wasserfall im Julia Pfeiffer Burns State Park und machten uns anschließend schnurrstracks wieder auf nach Hause, damit Ella die Nacht ruhig in ihrem/unserem Bettchen schlafen konnte. Alles in allem ein pitoresker Ausflug und den Grannies hats auch gefallen, wenngleich sie die meisten Ausblicke irgendwie schon kannten, sah doch der Küstenstreifen an der einen Stelle wie in der Normandie aus, dann wie die Amalfie Küste und dann Schottland und dann vielleicht doch ein wenig kalifornisch.

Highway No. 1 + Big Sur with grannies

2009/03/26

Redwoods und Sonnenbaden am Pazifik

Montag früh, die Sonne lacht und der Sturm hat sich auch verzogen, also nix wie rein in den Panzerkreuzer und auf nach Süden. Erster Stopp ist der Henry Cowell Redwoods State Park kurz vor Santa Cruz, der wie der Name schon vermuten lässt reichlich mit Küstenmammutbäumen aufwartet und zu einer kleinen Wanderung einläd. Natürlich sind wir nur durch Omas aufmerksames Studium der Reiseführer auf dieses Schmankerl in unserer Umgebung aufmerksam geworden. Von den größten Bäumen der Welt bekommen wir etliche zu sehen, denn der ganze Wald ist voll davon. Leider heißt das aber auch, dass die Sonne nur schwer den Weg bis auf den Boden findet und es auch ziemlich kalt im Land der Riesen ist. Wir wandern einen kleinen Trail ab und Dank Faltblatt werden uns einige Fakten zu und rund um die Riesen vermittelt. Aber nicht nur Redwoods bietet der Park, sondern praktischerweise haben die Amis auch gleich noch die anderen beiden Bäume aus der Sequoia Familie hier "ausgestellt" nämlich einen Dawn Redwood, der eigentlich nur in einem versteckten Tal in China vorzufinden ist und einen Sequoia (Riesenmammutbaum). Der chinesische Baum hat mittlerweile auch eine ordentlich Höhe erreicht, aber den Sequoia hatte ich gar nicht erkannt, da er noch so klein war. Wahrscheinlich fehlten im so 1500 Jahre damit ich ihn erkannt hätte. So wirklich sicher bin ich mir nicht, ob der Sequoia weiterhin durchhält denn eigentlich findet man die Sequoias nur in der Sierra Nevada vor und das wohl auch deshalb, da sie gewöhnlich Höhenluft benötigen.
Die Giganten haben jedenfalls beeindruckt. Wir gönnten uns noch einen kleinen Snack und machten uns dann zu unserem nächsten Ausflugsziel auf: Santa Cruz. Zum Glück war es Montag und ergo hatte auch der Vergnügungspark auf dem Boardwalk seine Pforten nicht geöffnet und wir konnten in Ruhe Sonnenbaden. Da der Strand in einer kleinen Bucht liegt, blieb der kalte kräftige Pazifikwind außen vor und es war schön sonnig, mollig warm. Ella war auch glücklich, hatte sie doch wieder einmal einen riesigen Sandkasten zum spielen und die Großeltern konnten derweil ein wenig am Strand und auf dem Boardwalk flanieren gehen.
Entlang des Highway No.1 ging es zum Nachmittag mit sehenswerten Aussichten zurück nach Hause.


lustige Wandergesellen


hier nur ein Auszug von einem Baum, da einfach zu groß für mein Objektiv (wer schenkt mir mal ein Fisheye?)


kleines Picknick im Land der Riesen


hmmmh lecker Schwarzbrot


mühevoll wird der Sand in den Eimer geschaufelt, ...


..., um ihn dann wieder auszuschütten.


während die einen schwer im Sand schuften, lassen es sich die anderen gut gehen ...

Fahrt ins WeintraubenBLAUE

Ärgerlicherweise halten genau zum Wochenende Sturm und Wolken die Sonne in Schach, doch davon lassen wir uns die Reiselaune noch lange nicht vermiesen und haben uns am Samstag in den Panzerkreuzer geschwungen, um ein wenig durchs Napa Valley zu cruisen. Für so eine kleine Spritztour sind die Großeltern eh zu haben, müssen sie doch bei uns fast die ganze Zeit auf dem trockenen Sitzen. Über die Golden Gate Bridge ging es nach Norden und schon bald waren dichter Verkehr und große Straßen passé und wir kurvten über einen kleinen Highway durchs Sonoma Valley. (Sonoma Valley und Napa Valley liegen direkt nebeneinander und in beiden wird kräftig Wein angebaut) Durch weinbebaute Hügellandschaft ging es und linkerhand und rechterhand passierten wir Weingüter. Am Jacuzzi Weingut kehrten wir zur Olivenöl- und Weinverkostung ein. Die Verkostung war selbstverständlich gratis, aber die erlesenen Waren habe alle auch einen stolzen Preis. Deshalb kauften wir nur ein kleines erlesenes Fläschchen Olivenöl (außerdem haben Ella und ich davon auch was!). Alles in allem meinte es das Wetter auch ganz gut mit uns, denn es kamen nur vereinzelt ein paar Tröpfchen runter ansonsten zeigte sich zwischen den Wolken auch ab und an die Sonne. So fuhren wir weiter ins Napa Valley und konnten einer Ansammlung Picknicktischen, die wir vom Straßenrand erblickten, nicht widerstehen. Auch hier handelte es sich um eine Weingut, die aber nicht nur Wein, sondern auch allerlei andere Delikatessen (Wurst, Käse, Baguette, ...) verkauften und durch die Tische für die richtige Picknickatmosphähre sorgten. Ella und ich besetzten schon einmal einen Picknicktisch, während die Großeltern noch dabei waren die Nahrung zu besorgen. Die beiden Herren, die auch an diesem Tisch saßen waren gerade fertig und bestimmt weil Ella so süß aussieht, liessen sie uns liebenswerterweise ihre Reste da. Dabei handelte es sich um leckeren Prosciuto und Schafskäse und hey wer kann da schon nein sagen. Oma und Opa kamen dann auch mit Baguette unterm Arm und so konnten wir die Sonne über uns und frischer Landwind um uns die Leckereien genießen. Danach fuhren wir gemütlich durchs Napa Valley und die oakland Bay Bridge zurück nach Hause und waren völlig erschöpft. Aber auf jeden Fall immer wieder ein schöner Ausflug der das Prädikat empfehlenswert verdient.


Weinverkostung auf dem Jacuzzi Weingut im Sonoma Valley


Vespern im Napa Valley


am späten Nachmittag erschöpft aber glücklich, da mit Latte und Appel

2009/03/20

Ausflug zum Spielen nach SF

Für Donnerstag hatten sich Oma und Opa das Exploratorium in San Francisco vorgenommen und selbstverständlich wollten Ella und ich uns diesen Spaß nicht entgehen lassen und haben den beiden den ganzen lieben langen Tag an den Fersen geklebt. Mit dem ÖPNV gings nach SF und dann direkt zum Exploratorium. Hierbei handelt es sich um ein Science Museum und das heißt in den USA, dass es ein Anfassmuseum ist. Lauter physikalische, mathematische und überhaupt naturwissenschaftliche Tatschachen und Phänomene werden anhand von ganz einfachen Experimenten und Modellen erklärt. Und das beste daran ist, dass man alles anfassen kann und mit allem spielen kann. Jacks Physiker Herz hat natürlich erfreut gebubbert. Aber auch Ella hat ihre Augen weit und erstaunt aufgesperrt und auch Mama/Oma und ich kamen auf unsere Kosten. Außer uns waren natürlich noch tausende Schulkinder vor Ort, denn für die sind solche Museen hauptsächlich da, aber eigentlich kann jeder seinen Spaß haben. Nach 2,5h rumexperimentieren war auch bei uns die Sättigungsgrenze erreicht und wir machten uns via Market Street, Starbucks und ÖPNV zurück nach Redwood Shores auf. So schnell kann ein Tag in San Francisco vorrüber gehen, wer aber Zeit und Spaß an solchen Experimenten hat, sollte bei einem Besuch auf jeden Fall das Exploratorium besuchen.


mit dem ÖPNV gings nach SF


das Exploratorium ganz idyllisch von außen


und drinnen wird aktiv Hand angelegt


darf ich vorstellen, das ist Janja. Unter anderem konnte man nämlich beide Gesichter miteinander kombinieren.


ist zwar alles so aufregend aber gaaaanz gaaanz kurz denke ich mal ein bißchen nach

2009/03/18

Grannies sind da

Jipppieh am Montag Nachmittag nach nur 1h Warten auf dem Flughafen und damit verbunden wilder Jagd meinerseits hinter Ella hinterher, die unbedingt kreuz und quer durch Flughafen und Menschenmengen rennen musste, haben wir Oma Tanja und Opa Jack auf amerikanischem Boden in Empfang nehmen können. Am Anfang war Ella mal wieder etwas skeptisch, aber Oma hat im Auto gleich auf die Notfallrosinen zurückgegriffen und so haben wir schon einmal die Fahrt nach Hause geschafft. Dort gab es dann auch ganz viel zum Auspacken und noch mehr Geschenke und somit war Ella schwer beschäftigt.
Den gestrigen Tag haben wir genutzt, um ein wenig durch Redwood City zu schlendern und einen Ausflug an den Pazifik zu machen. Heute brauchen Oma + Opa dann erst einmal eine Pause und haben sich alleine nach San Francisco aus dem Staub gemacht. Aber keine Bange heute Abend wird Ella die beiden schon beschäftigen und die Wände sind in unserer Bude zum Glück so hauchdünn, dass sie auch pünktlich um 6:30 Uhr von Ella geweckt werden. Mehr Abenteuer folgen demnächst.


Opa hat Ella geschultert und so gehen wir durch Redwood City spazieren.
PS: Es ist übrigens nicht nur sehr sonnig, sondern auch sehr warm. Oma hat die Jacke bestimmt nur aus purer Gewohnheit an.


Ella gefällt es bei Opa auf dem Rücken und für den Rest der nächsten 2 Wochen hat wohl Burro Jack seinen Job sicher


mit Knuffi zum Kuscheln lässt sich das ganze aushalten


und in Redwood City blühen die Bäume, Oma ist ganz angetan von der hiesigen Flora und Fauna


in Half Moon Bay am Pazifik, Oma und Opa lassen die Blicke übers Meer schweifen


so ein schöner großer Sandkasten


vom Meer zieht Nebel auf wird langsam Zeit wieder aufzubrechen