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2009/12/11

Advent Advent

Weihnachten wird natürlich auch unter Palmenbäumen gefeiert, deshalb mal ein kleines kalifornisches Weihnachtsupdate. Letztes Wochenende war die Qual der Eventwahl groß, denn wir mussten uns zwischen deutschem Weihnachtsmarkt an der amerikanischen Schule, Santa's arrival via Helicopter in San Carlos und dem "Weihnachtsmarkt" auf dem Redwood City Square entscheiden. Wir haben uns dann für Redwood City entschieden, wobei man Weihnachtsmarkt etwas relativieren muss. Hier handelt es sich samt und sonders um einmalige Eintagesevents auch Socken und Glühwein waren auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt Mangelware, einige Stände gab es aber schon, außerdem einen Mini-Cho-Cho-Train (so ein kleiner Pseudo-Zug), der über den Square zuckelte. Wir sind ein wenig die Stände abgeschlendert, haben das eingezäunte Schneeballschlachteckchen (bei 15°C) in sicherer Distanz passiert und das ganze auch noch mit Kinderwagen!!! Seit langem haben wir mal wieder den Kinderwagen rausgekramt. Wir hatten das Wägelchen kaum aufgeklappt, da sprang Elli von alleine auf das Kiddie Board. Lenny war glücklich Ella zu sehen und Ella hat es auch gefallen geschoben zu werden und Lenny zu bespaßen. All zu lange hält diese Idylle zwar auch nicht an, aber immerhin. Da Lenny Hunger hatte und wir gegen einen Mittagssnack auch nichts einzuwenden hatten, kehrten wir zum Schmausen in den deutschen Laden ein. Damit hatte sich das Weihnachtsmarktabenteuer für uns auch schon erledigt, denn anschließend sind wir doch lieber fürs Mittagsschläfchen Heim gefahren.
Ein Bäumchen haben wir leider noch nicht, denn da möchte Rouven plötzlich nicht mehr den Amerikanern nacheifern ... Die meisten Amis stellen das Bäumchen schon am Sonntag nach Thanksgiving auf. Ella und ich liegen Rouven aber die ganze Zeit in den Ohren und nächstes Wochenende dulden wir dann tatsächlich kein Wenn und kein Aber mehr, da muss dann ein Bäumchen her! Ein paar Weihnachtssachen haben wir ja, unter anderem die Adventskalender. Nach dem ersten Türchen hatte Ella selbstredend keinerlei Verständnis, dass man nicht gleich alle anderen Türchen öffnen sollte. Mittlerweile hat sie Semiverständnis entwickelt: im Grunde genommen weiß sie, dass man jeden Tag nur ein Türchen öffnet, verlangt aber nach verstreichen einiger Stunden erneut, dass man doch das Türchen öffnen sollte. Dann haben wir ja noch unseren schönen Adventskranz. Übrigens bin ich mittlerweile der festen Überzeugung, dass nicht der Kranz zu groß ist, sondern unser Tisch zu klein! Ella liebt den Kerzenschein und passt auch strengstens auf, dass die Lichtlein zu jeder Mahlzeit angezündet ("Kerze anmachen") werden. Da ja Lichter und Kerzen "angemacht werden" und sie die Kerzen auch immer auspustet, hat sie kombiniert, dass man auch die Weihnachtsbeleuchtung auspusten sollte. War jedenfalls ziemlich lustig, als wir dieses Wochenende ein paar beleuchtete Häuser abgefahren sind und sie die Beleuchtung unbedingt auspusten wollte. Beleuchtete Häuschen haben wir dieses Wochenende mehr oder weniger aus Verzweiflung abgefahren, denn wir wussten so gar nicht, was wir machen sollten. Es hat geregnet fast die ganze Zeit und wir haben doch keine Ahnung, was man denn bei schlechtem Wetter macht. Shoppen ist zur Zeit auch nicht so spaßig und irgendwie will man ja doch mal Tapettenwechsel, da war eine Lichtertour eine willkommene Alternative. In San Carlos haben wir eine Straße der Beleuchtungssuperlativen entdeckt, aber dazu in einem nächsten Eintrag bald (wenn ich es schaffe) mehr.
Fast hätte ich es vergessen, wir hatten diese Woche ja auch noch Besuch von Eva und Oli bekommen, zwei Studienkollegen von mir. Sie hatten auf dem Weg nach Neuseeland in SF eine Zwischenlandung eingelegt und uns am Mittwochnachmittag besucht. Das habe ich natürlich gleich schamlos ausgenutzt und Eva zum Plätzchenbacken verdonnert. Ella fand die Weihnachtsbäckerei super und Eva wird somit sicherlich in allerbester Erinnerung bleiben. Die Plätzchen sind auch richtig lecker, ich befürchte wir müssen bald Nachschub produzieren.

Dezember pics

2009/12/01

Thanksgiving

Da war er auch schon wieder herangerückt, Amerikas beliebtester Feiertag. Denn Thanksgiving ist nicht nur ein Fest für einen Tag, sondern besteht mehr oder weniger aus 4,5 freien Tagen inlusive seeeehr viel Football im Fernsehen am Stück. Los gehts schon Mittwoch Nachmittag, denn da machen sich die meisten amerikansichen Bürger auf den Weg zu ihren im ganzen Land verteilten Familien. Wir mussten nicht reisen und hatten dieses Jahr auch nicht vor zu reisen, so konnten wir den Nachmittag für verschiedene Besorgungen nutzen. (ja jetzt haben wir auch endlich eine Geburtsurkunde für Lenny) Bißchen Futter aus dem Supermarkt brauchten wir eigentlich auch noch, aber die waren alle rappelvoll, denn nicht nur, dass alle letzte Einkäufe für das große Fressen tätigten, die meisten Supermärkte hatten tatsächlich den gesamten Donnerstag geschlossen - HILFE NOTKAUF! Eigentlich bestand ich auf Turkey, aber es gab nur noch Riesenviecher, wenngleich Ella mittlerweile ordentlich mithilft, hätten wir das nie und nimmer geschafft, ergo sind wir auf Schweinelende umgestiegen. Diese hat uns am Donnerstag Abend sehr gemundet. Ansonsten war der Tag wenig aufregend, es hat geregnet und schon wussten wir gar nicht, was wir machen sollten. Uns blieb also nix anderes übrig, als Stellung auf dem Sofa vorm Fernseher zu beziehen und Football zu gucken. Traditionsgemäß folgt auf den Turkey Day der Black Friday - Amerikas biggest shopping day of the year. Die Läden überbieten sich vorneweg in ihren Werbungen wer am zeitigsten aufmacht und die meisten % Discount hat. Mit am frühesten dran samt massig Discount war "Old Navy". Für mich einfach unfassbar, wie eine ultrabillig Klammottenkette noch billiger wird, dafür um 3 Uhr morgens die Ladentüren öffnet und Leute tatsächlich um diese Uhrzeit auch noch einkaufen gehen. Außerdem wurde in der Nacht zuvor alles auf Weihnachtstamtam umdekoriert und die best of X-Mas CDs hervorgekramt. Rouven wollte partout nicht glauben, dass wirklich alle Amerikaner auch an diesem Tag shoppen gehen und beschloß 1-2 Kleinigkeiten im Elektronikfachmarkt erwerben zu wollen ...
Wer nicht hören will muss fühlen. Auf dem überquellenden Parkplatz ergatterten Rouven und Ella noch eine Parklücke, aber bei der 3km langen Schlange an den Kassen gab Rouven dann doch auf und kam ohne Festplatte und was auch immer er noch kaufen wollte, entsetzt wieder nach Hause.
Am Samstag war dann auch endlich wieder die Sonne da und wir genossen wunderschöne goldene Herbsttage samt warmer Frischluft und viel buntem Laub. Am Sonntag konnte ich sogar einen 1x1m großen Adventskranz auf den Tisch hieven und Ella verlangt seit dem zu jeder Mahlzeit, dass auch die Kerze angezündet wird. Bin auch sehr stolz, dass ich mit viel Überredungskunst doch noch Rouvens Einwilligung für das Tannengrün bekam. (ja er hat gezettert und sich gesträubt, aber was muss das muss). Allerdings glaube ich, dass ich den Adventskranz zweckentfremdet habe, denn hier hängen sich die Leute solch Grünzeug nur an die Tür, ergo habe ich bis dato noch keine Kerzenhalter für den Kranz aufgetrieben. Aber wenigstens ist der Kranz schöööön groß. Fürs erste habe ich eine Kerze in die Mitte gestellt, aber ab dem 3. Advent wirds eng. Na mal schauen, ob ich nicht selber irgendwie einen Halter zusammenflicken kann. Auch Rachermannel sind hier rar, aber darüber ist Rouven bestimmt nicht traurig, ebensowenig über die fehlende Pyramide. Zugegebenermaßen haben wir dank Adventskranz aber auch keinen Platz mehr auf unserem Tisch...
Jetzt ist auch schon wieder Dezember, also schnell noch ein paar Fotos in den Novemberordner hochgeladen.
November pics

2008/12/08

die Heizsaison hat begonnen

An diesem Wochenende war es soweit, wir mussten unsere Heizung zum ersten Mal anschmeißen. Abgesehen davon haben wir den Rest des Wochenendes mit etwas um- und ausräumen verbracht. (die einen haben dies gemacht und die anderen das ...) und am Sonntag haben wir die Raubtierchen im Zoo in San Francisco bewundert. Ein wunderschönes, entspanntes Adventswochenende halt :-)



Ella + Rouven begaffen Äffchen


ein Abstecher an den Pazifik ist Pflicht


Ella hat den Rest des Sonntags in der Küche gewirbelt


... ein paar Minütchen später

2008/11/30

Advent Advent 1 Lichtlein brennt ...

... und was für ein Lichtlein!!! Eine große, dicke lachende Sonne.
So einen sonnigen warmen ersten Advent haben wir noch nie verbracht. Longboard, Frisbeescheibe und Ella in den Panzerkreuzer geworfen und in Foster City im Seal Point Park zum Auslauf und Frischlufttanken verweilt. So lässt es sich herlich adventen. Hey und die 49ers haben heute ausnahmsweise auch mal gewonnen.
Irgendwie seltsam zu sehen, wie die Leute in den Häusern ihre Weihnachtsbäume schmücken, während man selber im T-Shirt und Rouven sogar in kurzen Hosen umherschlendert.


wir posieren zwar nicht vor Tannengrün, aber immerhin grün